Austrocknende Talsperre gibt versunkenes Erzgebirgsdorf frei
In der auch Dresden mit Trinkwasser versorgenden Talsperre Lehnmühle bei Dippoldiswalde, welche einen sehr geringen Wasserstand erreicht hat, taucht dieser Tage am Grund ein erst 1932 vollständig in den Fluten versunkenes Dorf wieder auf. Umfassungsmauern der Gehöfte, Baumstümpfe, die Dorfstraße, der alte Bachlauf und die Brücke von Steinbrückmühle sind plötzlich wieder sichtbar. Das 1445 erstmals urkundlich erwähnte Erzgebirgsdorf mit 60 Seelen in 13 Gehöften musste der 1927 bis 1931 errichteten Talsperre Lehnmühle weichen, hinter deren 500 Meter langen Staumauer sich ca. 22 Kubikmeter Trinkwasser anstauen ließen. Das Schauspiel des auftauchenden Dorfes wiederholt sich immer bei besonderer Trockenheit in Sachsen.