Herrnhut feiert Gründung durch protestantische Flüchtlinge vor 300 Jahren

Man kennt Herrnhut durch die Weihnachtssterne mit 25 Zacken, von denen allein 2021 um die 780.000 Stück produziert worden. Doch diese Kleinstadt mit etwa 6000 Seelen in der Oberlausitz (Stadtrecht seit 1929) hat ein sehr bewegte Geschichte. Gründer waren böhmische Exulanten vor 300 Jahren. Für diese Glaubensflüchtlinge soll der Zimmermann Christan David am 17. Juni 1722 den ersten Baum zwecks Bauholzgewinnung für Häuser gefällt haben. Aus den protestantischen Flüchtlingen entwickelte sich die Brüdergemeine und eine mächtige Freikirche, welche heute weltweit rund 1,2 Millionen Mitglieder zählt (800 leben in Herrnhut). Bekannt sind ihre jährlichen "Herrnhuter Losungen". Die Stadt bestimmend sind noch heute der gerade für vier Millionen Euro sanierte Herrnhuter Kirchensaal und der Gottesacker mit der barocken Parkanlage und Lindenallee am Hutberg, wo 6000 verstorbene Brüder auf die Auferstehung hoffen.  

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