Der Freistaat Sachsen ist nicht nur eine Hochburg der Kultur, die deutsche Perle der Gastfreundlichkeit und der Naturschönheiten. Hier lässt es sich auch wunderbar  wandern. Im sächsischen Wanderparadies existiert ein 17.000 Kilometer langes Wanderwegenetz. Dazu kommen noch Speziawanderwege wie der Oberlausitzer Bergweg. Also die Wanderschuhe schnüren und nach Sachsen kommen!

Seit 1990 investierte der Freistaat Sachsen mehr als 3,8 Milliarden Euro in seine Denkmale. Im Land, das bis 1918 ein Königreich war, existieren rund 101.000 Kulturdenkmale, 7500 Technische Denkmale, 1800 Kirchen und Kapellen, 3000 Gartendenkmale, 6500 für die Oberlausitz typische Umgebindehäuser sowie 13.000 schützenswerte archäologische Fundstellen. Der aktuelle Doppelhaushalt hat für diese 56,6 Millionen Euro reserviert, ein Landessonderprogramm umfasst 12 Millionen Euro.

Intendant und Cellist Jan Vogler will bei den 45. Dresdner Musikfestspielen (11. Mai bis 12. Juni 2022) das Violoncello in all seinen Facetten präsentieren. Dafür pilgern mehr als 40 Cello-Kollegen in die sächsische Landeshauptstadt, wollen bei 19 Konzerten mit der klanglichen Vielfalt dieses Instruments verzaubern.

Die noch etwa 60.000 in Sachsen und Brandenburg lebenden Sorben mit ihrer eigenen Sprache und Kultur gelten als die Ureinwohner der Gegend, welche die Lausitzen vor weit über 1000 Jahren besiedelten. Jetzt ist ein Gleichberechtigungs-Streit um ihre Hymne entbrannt. Die Hymne "Rjana Lucia" ("Schöne Lausitz") soll weiblicher, die Frauen darin gewürdigt werden.    

Seit Jahresbeginn sagten sich schon wieder 725 Menschen durch Kirchenaustritte von den beiden großen christlichen Kirchen Dresdens los.  Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es bis zum 8. April 2021 lediglich 69 Männer und Frauen gewesen.

Bis 2023 soll das barocke Blockhaus an der Neustädter Rampe der Augustusbrücke - Dresdens erster Flussquerung aus dem Mittelalter - für 28 Millionen Euro zum "Archiv der Avantgarden" umgebaut werden. Dafür hat man das Dresden prägende Bauwerk bis auf die Umfassungsmauern völlig entkernt und einen "schwebenden" Betonkubus eingebaut. Ein deutsch-italienischer Kunstsammler hatte seine Sammlung aus Briefen, Plakaten, Künstlerbüchern, Katalogen, Kunstwerken und Designobjekten den Staatlichen Kunstsammlungen überlassen, wenn sie ihm dafür dieses Gebäude herrichten. Der Freistaat ging auf diesen Deal ein.    

Nicht nur seine Ehefrau und die drei Kinder, auch eine große Fangemeinde, trauern um den in Dresden geborenen Lyriker Thomas Rosenlöcher. Nach kurzer schwerer Krankheit verstarb der am 29. Juli 1947 in Dresden geborene Autor von Gedichten, Kinderbüchern und Essays am heutigen Mittwoch in Kreischa.

Freunde von Dichterfürst Friedrich von Schiller warten schon lange darauf. Ostersamstag und Ostersonntag, jeweils 10 bis 17 Uhr, hat Dresdens kleines Museum wieder geöffnet. Das Schillerhäuschen im ehemaligen Weinberghaus an der Schillerstraße 19 ist ein wahrhaft historischer Ort. Hier vollendete Schiller die Ode "An die Freude" und das Drama "Don Karlos", entstanden mit dem "Geisterseher" und den "Philosophischen Briefen" Klassiker des Dichter-Genies.

Das Meisterwerk von Johann Sebastian Bach, die unvergleichliche Johannespassion, kommt Karfreitag, den 15. April 2022, unter der Kuppel der Frauenkirche wieder zur Aufführung. Das Konzert der Extraklasse beginnt 20 Uhr. Karten gibt's für 21 bis 69 Euro.

Eine Persönlichkeit des sächsischen Musiklebens hat unser dreifaltiger Gott zu sich gerufen: Landeskirchenmusikdirektor i. R. Gerald Stier. Der unermüdliche Streiter für die Kirchenmusik in der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsen und begnadete Organist entschlief jetzt im 82. Lebensjahr im Kreise seiner Familie. 1940 in Rathendorf bei Geithain geboren, wurde er 1963 Kantor an der Auferstehungskirche Dresden-Plauen. Sein großartiges Wirken wurde zuerst mit der Berufung zum Kirchenmusikdirektor, schließlich 1992 mit der Berufung zum Landeskirchenmusikdirektor, gewürdigt. Zu seinen unschätzbaren Verdiensten zählt die Einführung des Evangelischen Gesangbuches. Am 13. April, 10 Uhr, verabschieden wir uns mit einem Gedenkgottesdienst in der Auferstehungskirche Dresden-Plauen von dem großartigen Christen.

Von der privaten Pferdebahn entwickelte sich die Dresdner Straßenbahn seit 150 Jahren zum heutigen kommunalen, elektrischen und hochmodernen Verkehrsmittel. Seit 30 Jahren werden die Zeugen der Verkehrsgeschichte wie der Große Hechtwagen oder der Kleine Hechtwagen in einer ehemaligen Wagen- und Werkstatthalle in Trachenberge (Trachenberger Straße 38) aufbewahrt und präsentiert. Dieses am 2. Juni 1992 von 15 Enthusiasten mit 19 Fahrzeugen gegründete Straßenbahnmuseum verfügt derzeit über 38 Straßenbahnen, die von 150 Vereinsmitgliedern gepflegt werden.  

So alt wie dieser Lindenbaum wird kein Mensch! Auf dem Gelände der Kirche von Dresden-Kaditz steht ein Baum, der am 8. April 1622 vom dortigen Schulmeister Paul Schulze gepflanzt wurde. Es ist der einzige Baum Sachsens in diesem Alter, dessen Pflanzdatum exakt bekannt ist. Einige Meter weiter - ebenfalls neben der Kirche - steht die noch viel berühmtere Kaditzer Linde, deren Alter auf über 800 Jahre geschätzt wird.

Heute feiern die Einwohner der Stadt Zittau in der Oberlausitz ein ganz besonderes Fest. Im Museum Kirche zum Heiligen Kreuz begehen sie den 550. Jahrestag eines mittelalterlichen Fastentuches, das europaweit einzigartig ist. Dieses 1472 von einem Gewürzhändler gestiftete Tuch (6,80 Meter breit, 8,20 Meter hoch, mit 90 Bibel-Motiven) eines unbekannten Meisters verhüllte 200 Jahre lang zur Fastenzeit den Altarraum der lokalen Kirche St. Johannis.  

Im Mutterland des Protestantismus, wo Martin Luther in vielen Kirchen predigte und das Königshaus seit August dem Starken nur katholischer Konfession war, grassiert der Unglaube. Es wird immer weniger gebetet, in die Kirche gegangen und beim Gottesdienst oder Heiliger Messe in die Kollekte gespendet. Die Angst vor Teufel, Hölle und ewiger Verdammnis sinkt. Im Jahr 2021 traten 2068 Dresdner Bürger aus den großen Kirchen aus (Tendenz stark steigend: 2011 nur 1013 Austritte, 2015 schon 1578 Austritte, 2019 erhebliche 2005 Austritte). Die Gebühr dafür kostet ja auch nur 25 Euro. Pfarrer und Prälaten wünschen eine kräftige Erhöhung dieser "Heiden-Steuer", welche die Abspaltung von unserer heiligen Mutter Kirche zum profanen Verwaltungsakt macht.  

Einer der uralten Bräuche der Sorben ist das Reiten in Festtagsgewändern auf geschmückten Pferden über zu segnende Felder, durch Auen, Wälder und Flure. Unter dem Klang der Glocken sorbischer Kirchen, mit Männergesang und Gebeten gen Himmel wollen Ostern gleich neun mächtige Prozessionen aufbrechen. Corona hatte das jahrhundertealte Brauchtum der Ureinwohner Sachsens torpediert.