Die ständige Präsenz von Filmteams, Stars und jeder Menge Technik für nationale und internationale Produktionen in der Grenzstadt Görlitz an der Neiße nervt mittlerweile Bürger. Vor allem Geschäftsleute, die sich in der Ausübung ihrer Tätigkeiten gestört fühlen, über Tage keine Kunden empfangen können und dafür nicht einmal ordentlich entschädigt werden, gehen auf die Barrikaden. Gegenwärtig sorgen Dreharbeiten für die RTLnow-Serie "Torstraße 1" für Einschränkungen des Publikumsverkehrs und Verkehrssperrungen auf der Görlitzer Steinstraße.

Das zeitgenössische Gemälde "Golgatha" des 74-jährigen Berliner Kopisten und Kunstmalers Christoph Wetzel sorgt gegenwärtig in Sachsens Landeshauptstadt für gewissen Wirbel. Es hängt in der modernen Busmannkapelle, dem von der Bürgerstiftung betriebenen Gedenkort für die von der DDR abgerissenen Sophienkirche, der einstigen evangelischen Hofkirche des Kurfürsten- und Königshauses. Das Ölgemälde, welches den von ziemlich unbeteiligt wirkenden Zeitgenossen (Paar beim Handy-Selfie, Mädchen hält sich die Ohren zu, desinteressierten Businessman) umgebenen Gekreuzigten mit Judenstern zeigt, finden manche despektierlich. Die Bürgerstiftung will das Werk nun entfernen, führt die ungünstigen klimatischen Bedingungen für das Ölgemälde an. Wetzel weigert sich, möchte es lieber an diesem prominenten Ort nahe Zwinger, Residenzschloss, Taschenbergpalais und Katholischer Hofkirche hängen lassen.  

Er stand in jedem Lexikon, schuf weltberühmte zeitgenössische Opern wie die "Weiße Rose". Ganz im privaten Kreis wird der nach langen Leidensjahren 78-jährig am Loschwitzer Elbhang verstorbene Star-Komponist Udo Zimmermann am 2. November im Familiengrab auf dem Johannisfriedhof beigesetzt. Hier ruht schon seine erste Frau. Mitte November wird der Dresdner Kreuzchor, in welchem Zimmermann seine erste musikalische Ausbildung genoss, mit einem Trauergottesdienst Abschied von dem großen Sachsen nehmen, der jetzt in die Ewigkeit einging.

Die beliebte Tour der Weißen Flotte - der größten und ältesten Dampferflotte der Welt - entlang der Sächsischen Weinstraße geht am Sonntag, den 31. Oktober 2021, in die Winterpause. Auf rund 38 Kilometern zwischen dem Dresdner Terrassenufer und dem malerischen Elbweindorf Seußlitz können die Fahrgäste ab April 2022 wieder die Schönheiten Sachsens genießen.

Für die internationale Völkerverständigung, zur Belebung der seit vielen Jahrhunderten bestehenden kulturellen, politischen, wirtschaftlichen und menschlichen Kontakte zwischen Deutschland und Russland, fand dieser Tage das XII. Deutsch-Russische Zukunftsforum auf Schloss Wackerbarth in Radebeul statt. Unter Schirmherrschaft des Sächsischen Landtagspräsidenten Dr. Matthias Rößler, unter Beteiligung von Beratern von Präsident Wladimir Putin sowie eines Vertreters des Patriarchats Moskau der Russisch-Orthodoxen Kirche wurden bedeutsame Fragen diskutiert und Meinungen ausgetauscht. Die Russische Föderation ist einer der ganz wichtigen Handelspartner Deutschlands. Gegenwärtig gibt es rund 6000 Joint Ventures, in Sachsen allein über 1000. Weit mehr als drei Millionen ehemalige Sowjetbürger, die meisten Spätaussiedler, leben heute in Deutschland. Russlands Präsident Wladimir Putin ist Dresden und der Region um Sachsens Landeshauptstadt besonders herzlich verbunden. Hatte er doch hier bis 1991 fünf Jahre lang seinen Lebensmittelpunkt.

Für den 1. November bis 12. November 2021 kündigt Sachsens beliebte Bimmelbahn, die zwischen Freital und Kipsdorf fahrende Weißeritztalbahn, eine 14-tägige Wartungsruhe an. Die Dampfeisenbahngesellschaft will die Technik überprüfen, Sturmschäden beseitigen und den Schneepflug für den Winter einsatzbereit machen. Ab 13. November findet der Betrieb wieder statt. Ob Sonderzüge zur Weihnachtszeit eingesetzt werden, hängt von der Inzidenzlage ab.

Sachsens tüchtige Weinbauern errangen bei der Bundesweinprämierung der Deutschen Landwirtscjaftsgesellschaft (DLG) 39 Medaillen für ihre Weine aus dem Jahre 2020. U. a. das Staatsweingut Schloss Wackerbarth und die Hoflößnitz brillierten mit silbernen und bronzenen Auszeichnungen. Für Gold reichte es bei einigen Tropfen der Winzergenossenschaft. Mehrere renommierte Weingüter haben sich jedoch nicht beteiligt, warten eher auf das Echo der internationelen Weinführer. Für die gerade zu Ende gehende Lese des Jahrganges 2021 machen sich die rund 2500 Kleinwinzer und etwa 20 Weingüter entlang der 60 Kilometer langen Sächsischen Weinstraße große Sorgen. Der nasse Sommer mit zu wenig Sonnenstunden verheißt nur geringe Qualitäten. Viele Trauben mussten unreif gelesen werden, waren von Fäulnis befallen.

Sie liegt direkt im Stadtzentrum neben Zwinger, Residenzschloss und Taschenbergpalais und dennoch fernab der üblichen Touristenströme - die Dresdner Busmannkapelle. Einst eine Seitenkapelle der mittelalterlichen Sophienkirche bzw. des damaligen Franziskanerklosters (um 1400 angebaut), ging sie samt der protestantischen Hofkirche im Inferno des 13./14. Februar 1945 unter und wurde von gewissenlosen, geschichtsvergessenen Kommunisten in der DDR gesprengt. 2009 begannen Bauarbeiten für eine 4,8 Mio. Euro teure Gedenkstätte (3 Etagen) an einem noch nicht überbauten Platz der Sophienkirche, welcher mit der ehemaligen Seitenkapelle identisch ist. Im Oktober konnte die Gedenkstätte unter dem Namen DenkRaum Sophienkirche eröffnet werden.    

Er war das Kapellmeistergenie, welches per Sonderzug für Konzerte in der Semperoper zu Hause abgeholt wurde: Generalmusikdirektor Ernst Edler von Schuch (1846 - 1914)!  Über 40 Jahre lang prägte er die aus der Privatschatulle des Sachsen-Königs finanzierte Königliche Hofoper und die Königliche Kapelle, begründete die Strauss-Tradition des Hauses, ließ neun seiner 15 Opern in Dresden uraufführen. So wurde ein in Graz geborener Mann zum berühmten Dresdner, zum Taktstock-Genie, an das man sich auch nach Jahrhunderten noch gern erinnert. Anlässlich seines 175. Geburtstages ehrt die Staatskapelle den Maestro am 6. November. Der Österreicher Franz Welser-Möst am Pult wird das Sonderkonzert leiten.

Wie jetzt erst seitens seiner Famiie bekannt wurde, starb am 21. Oktober der 91-jährige Kunsthistoriker Klaus Gallwitz in Karlsruhe. Am 14. September 1930 als Sohn eines Geologie-Professors in Dresden-Pillnitz geboren, gingen in seinem Elternhaus Künstler wie Emil Nolde ein und aus. Folgerichtig fand er selbst zum Kunststudium, wurde ab 1974 zwei Jahrzehnte lang Direktor des Städel Museums in Frankfurt am Main. Gallwitz gilt als der Förderer deutscher Koryphäen wie Gerhard Richter, Markus Lüpertz oder Anseln Kiefer. Noch 2003 berief man den renommierten Kunsthistoriker, dessen Werkkataloge über Beckmann und Picasso weltweit Furore machten, zum Gründungsdirektor des Museums Frieder Burda.  

 

 

 

Langzeitsarbeitslose arme Menschen in Elbflorenz fällt es immer schwerer, neuen Wohnraum zu finden. Einzelpersonen erhalten für die Wohnung von der Stadt monatlich 338 Euro, Bedarfsgemeinschaften mit drei Personen sogar 499 Euro für das Wohnen (ab vier Personen 606 Euro). Doch ist es für die 21.434 Hartz-IV-Haushalte in der Landeshauptstadt nicht mehr ganz einfach, Wohnraum zu finden. Nur dieser Personenkreis kostet die Kommune -  allein für Unterkunftskosten - dieses Jahr 102 Millionen Euro.

Der Raub des Sächsischen Staatsschatzes aus dem Schatzkammermuseum Grünes Gewölbe am 25. November 2019 bewegt nach wie vor die Gemüter der sächsischen Landsleute.  Jetzt kommt heraus, dass die in Belin lebenden Gangster eines arabischen Familien-Clans wohl schon in den Nächten vom 18. zum 19. bzw. 20. zum 21. November 2019 das Gitter des Residenzschlosses aufsägten und so langfristig den Blitzüberfall mit Juwelenraub vorbereiteten. Niemand bemerkte das gottlose Treiben der Schwerverbrecher, die Tage später mit den historischen Juwelen der einstigen Königsfamilie im Gesamtversicherungswert von mindestens 113,8 Millionen Euro im Morgengrauen verschwanden. Vorher hatte der muslimische Remmo-Clan im Bode-Museum eine 100 Kilo schwere Goldmünze gestohlen. Obwohl wegen des Dresdner Raubes sechs schweigende Clan-Verschwörer in Untersuchungshaft sitzen, fehlt von der Beute jede Spur.  

Was würde wohl Martin Luther dazu sagen? Seine Heiligkeit in Rom freut sich auf 500 meist evangelische Christen, die sich in Mitteldeutschland zu ihm auf den Weg gemacht haben, heute bei Papst Franziskus im Vatikan eintreffen. Die frommen Pilgerer werden auch einen Abstecher nach Castel Gandolfo am Albaner See machen, wo es einen Gottesdienst mit dem Präsidenten des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen geben soll.

Wegen der immensen Sturmschäden, die Donnerstag und Freitag im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge zu verzeichnen waren, muss der Großteil des Nationslparks Sächsische Schweiz auch am heutigen 24. Oktober für Besucher gesperrt beiben. Das Betretungsverbot gilt für etwa 90 Prozent der Nationalparkfläche. Viele Wanderwege sind noch durch umgestürzte Bäume versperrt, Rettungswege unpassierbar. Vor allem umgestürztes Totholz macht den Nationalparkhütern das Leben schwer. Am Erzgebirgskamm wurden Orkanböen mit 115 km/h, das entspricht Windstärke 11, gemessen.

Dier Gnadenfrist für die 16 Wildschweine aus dem Wildgehege Moritzburg des Sächsischen Staatsforstes läuft langsam ab. Trotz Online-Petition und Einspruch des Wald-Zoos bei der Landesdirektion müssen der Keiler, seine Bachen, Überläufer und Frischlinge diese Woche wegen der Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest erschossen werden. Eigentlich stand ihr Todesdatum mit Anordnung des Landratsamtes schon für letzten Freitag fest. Doch die Sturmschäden machten die Entnahme aus dem Gehege unmöglich. Auch wartet die Direktion des Wildgeheges noch die schriftliche Anordnung ab.