Die Meißner Albrechtsburg wird anlässlich 1100 Jahre Sachsen ab 19. April 2029 für ein Jahr lang Austragungsort der nächsten und damit 5. Sächsischen Landesausstellung. Nach dem Kloster Marienstern 1998, Torgau 2004, Görlitz 2011 und Südwestsachsen 2020 dauert es also ganze neun Jahre, bis der Freistaat wieder eine solche große Schau auf die Beine zu stellen vermag. Deutschlands ältestes Schloss (erbaut ab 1471) ist dafür sicher sehr geeignet, weshalb auch auf die Einbeziehung des noch viel älteren Meissener Doms (968 erstes Bauwerk, ab 1260 Neubau als gotische Kirche) großzügig verzichtet werden soll.

Die heutigen 46 cm Wasserstand am Elbepegel Dresden haben die Sächsische Dampfschifffahrt längst zum Einstellen ihrer letzten Stadtroute gezwungen, was leider auch Auswirkungen auf Flair und Opulenz des gerade stattfindenden Stadtfestes hat. Doch dieser Pegelstand ist keinesfalls historisch niedrig und taugt auch nicht als Indiz für globale Klimaveränderungen. Gibt es doch in Sachsen von Zeit zu Zeit sommers immer wieder verheerende Dürren und Niedrigstwasser der Elbe. Am 12. August 1947 und am 15. August 1952 z. B. wurden nur 21 cm am Pegel Dresden gemessen. Am 1. September 1950 waren es 34 cm, am 27. Juni 1934 exakt 38 cm. Der an niedrige Wasserstände der Elbe erinnernde Hungerstein bei Pirna-Oberposta trägt Jahreszahlen wie 1707, 1782, 1790, 1842, 1858, 1859, 1863, 1868, 1873, 1878, 1904, 1947, 1963 und 1964. Das zuständige sächsische Landesamt betrachtet diese Inschriften ausdrücklich als authentische Zeugnisse historischer Niedrigwasser-Ereignisse.

Die 19-jährige Abiturientin Luise Puhlmann ist neue Weinkönigin von Sachsen. Nachdem das hohe Amt mangels geeigneter Kandidatinnen ein Jahr vakant war, wird es nun durch die junge Rebenhoheit wieder mit Leben erfüllt. Den Sachsenwein kennt Majestät aus Familientradition. Ihre Eltern haben einen Steilterrassen-Rebhang in der Wein-, Garten- und Karl May-Stadt Radebeul, betreiben im noblen Millionärsviertel Niederlößnitz die Besenwirtschaft "Hasebusch" rechts unterhalb der Friedensburg (über Friedensburg-Weinbergtreppe, Bodelschwinghstraße 8, erreichbar). Hier steht die junge Frau, welche nach dem Abi Internationale Weinwirtschaft in Geisenheim studieren möchte, oft am Ausschank.  

Die schädlichen Auswirkungen z. B. ungehinderter Smartphone-Nutzung auf die physische und psychische Entwicklung sächsischer Schüler im Auge, dürfen Fünft- bis Achtklässler ihre Mobiltelefone, Tablets und Smartwatches ab 17. August 2026 innerhalb der Schulareale nicht mehr privat nutzen. Für staatliche Grundschulen Sachsens gelten solche Restriktionen bereits. Bleibt zu hoffen, dass im Interesse der geistigen Entwicklung unserer Kinder und Heranwachsender diese Regeln konsequent durchgesetzt werden.   

Die Investoren Thomas Bohn und Oliver Kreider, welche den Erbbaurechtsvertrag für das Dresdner Lingnerschloss unterschrieben, neben dem Kaufpreis für die Übernahme des Erbbaurechts weitere Millionen investieren und das Gebäude 100-prozentig der Öffentlichkeit zugänglich machen wollen, werden jetzt ausdrücklich von Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert empfohlen. Das hat offensichtlich gute Gründe. Wer sich z. B. beim Förderverein Lingnerschloss e. V. - dieser beendete seit 2003 das Ruinendasein das den Dresdner Elbhang prägenden Anwesens mit bisher 15 Mio. Euro netto Investitionen aus Spendenmitteln - über einzelne Personen der Konkurrenz-Truppe, welche in letzter Sekunde auch Interesse am Erbbaurecht bekundeten, informiert, wird auf Abgründe stoßen.

Der Niedrig-Pegel der Elbe - gegenwärtig in Dresden nur noch 51 bis 52 cm - hat die Schifffahrt weitgehend zum Erliegen gebracht. Seit langem müssen Einheimische und Touristen auf die Fahrten in die Sächsische Schweiz oder entlang der Sächsischen Weinstraße nach Meißen und Seußlitz verzichten. Lediglich die Stadtfahrt vom Dresdner Terrassenufer bis zum Blauen Wunder ist noch möglich. Mittlerweile tauchen aus den Fluten die gefürchteten Hungersteine auf. Diese Steine wurden in vergangenen Jahrzehnten und Jahrhunderten bei großen Dürren und Hitzewellen ohne Regen wie heute von Elbtalbewohnern versenkt und mit Jahreszahlen versehen.

In der auch Dresden mit Trinkwasser versorgenden Talsperre Lehnmühle bei Dippoldiswalde, welche einen sehr geringen Wasserstand erreicht hat, taucht dieser Tage am Grund ein erst 1932 vollständig in den Fluten versunkenes Dorf wieder auf. Umfassungsmauern der Gehöfte, Baumstümpfe, die Dorfstraße, der alte Bachlauf und die Brücke von Steinbrückmühle sind plötzlich wieder sichtbar. Das 1445 erstmals urkundlich erwähnte Erzgebirgsdorf mit 60 Seelen in 13 Gehöften musste der 1927 bis 1931 errichteten Talsperre Lehnmühle weichen, hinter deren 500 Meter langen Staumauer sich ca. 22 Kubikmeter Trinkwasser anstauen ließen. Das Schauspiel des auftauchenden Dorfes wiederholt sich immer bei besonderer Trockenheit in Sachsen.

Dresdens größtes Stadtfest - das nach dem italienischen Malergenie, der die Residenz einst so wunderbar in Barock-Manier porträtierte, benannte "Canaletto-Stadtfest" - soll die Alt- und die Neustadt vom 14. bis 16. August 2026 wieder in eine gigantische Partymeile verwandeln. Das Fest der Superlative endet am Sonntagabend, 21.45 Uhr mit einem Höhenfeuerwerk.

Der Flugplatz Kubschütz bei Bautzen lockt dieses Wochenende, jeweils ab 8 Uhr, zu den 22. Flugtagen Bautzen. Es soll wieder Sachsens größte Flugshow werden, bei der historische Flugzeuge und Kunstflüge den Himmel ein Stück näher rücken. Rundflüge kosten pro Person 50 Euro.

 

 

Dies wird Einheimische, Touristen und die Benutzer des Fernradweges an der Elbe jubeln lassen. Der Landkreis Meißen hat beschlossen, dass seine drei neuen Elektro-Elbfähren vom 15. August bis zum 15. Oktober 2026 kostenlos Passagiere befördern. Dieses einzigartige Angebot gilt für die Fähren Coswig-Kötitz -Gauernitz, Niederlommatzsch - Diesbar-Seußlitz sowie Strehla - Lorenzkirch. Allzeit eine Handbreit Wasser unter dem Kiel!

Die "Junge Garde" - Dresdens faszinierende Freilichtbühne im Großen Garten - wird am Sonntag, dem 9. August, 18 Uhr, ein ganz besonders wortgewaltiges und musikalisches Spektakel erleben. Tom Pauls interpretiert "De säk'sche Lorelei" von der legendären Lene Voigt. Musikalisch begleitet mit Ohrwürmern von Gounod bis Rossini durch die renommierte Elbland Philharmonie Sachsen unter ihrem charismatischen jungen Chefdirigenten Hermes Helfricht, der in Personalunion auch Generalmusikdirektor des bekannten Opernhauses der Thüringischen Landeshauptstadt Erfurt ist. Es ist die Ausweichveranstaltung für die wegen einer Wetterkatastrophe Ende Juli wohl bis Saisonende gesperrten Felsenbühne Rathen. Lassen Sie sich diesen Hochgenuss der Extraklasse auf keinen Fall entgehen!

Umgestürzte und entwurzelte Bäume, durch die Unwetter-Katastrophe vom 31. Juli 2026 zerstörte Anlagen und Technik - die weltberühmte Felsenbühne Rathen in der Sächsischen Schweiz muss ihren Betrieb für die nächste Zeit wegen Unbespielbarkeit einstellen. Während eine kleine Bootsverleiherin in der Nähe, welche lediglich Mieter ist, durch Internet-Kampagnen bereits 200.000 Euro einsammelte, trafen bei dem wunderschönen Naturtheater mit immensen Schäden bislang kaum Spenden ein. Sie können die zu den Landesbühnen Sachsen zählende Spielstätte unterstützen, indem Sie auf die Rückerstattung bereits gekaufter Ticketpreise verzichten oder an den Freundeskreis der Landesbühnen Sachsen und der Felsenbühne Rathen e. V. zweckgebunden spenden: IBAN: DE60 8505 5000 3000 0553 54, Sparkasse Meissen, Kennwort: Sturmschaden FB2026

Das berühmteste Gebäck aus Sachsen, der Original Dresdner Christstollen, wird in dieser Sommerhitzte bereits von den Großen der Branche fleißig produziert. Rund 5 Millionen dieses christlichen Gebäcks - es erinnert an den Heiland, das gewickelte Jesuskindlein in der Krippe - verlassen jedes Jahr die glühenden Backöfen von 100 Industrie- und Handwerksbäckern in einem streng abgegrenzen geografischen Raum in Dresden und rund um die Landeshauptstadt von Sachsen. Allein die weltweite agierende Export-Firma Dr. Quendt stellt etwa 2,5 bis 3 Millionen Stollen davon her. Weiterhin wird geschätzt, dass die 5 bis 10 Großen der Branchen 85 Prozent der Gesamtmenge backen. Wer den Original Dresdner Stollen selbst backen möchte, findet das Originalrezept im legendären "Sächsischen Spezialitätenbackbuch. Schlemmer-Rezepte von Dr. Quendt", welches für 11,95 Euro Euro in 13. Auflage vorliegt.   

Dresden leidet seit 2010 an einem Überangebot von Kapazitäten in Hotels, die meist nur 40 Prozent Auslastung erreichen. Auf der anderen Seite fehlt bezahlbarer Wohnraum, weil Wohnungseigentümer lieber den schnellen Euro mit Kurzzeitvermietung z. B. über das Airbnb-Portal machen wollen. Die Stadt hat nun eine Satzung vorgelegt, welche die private Vermietung von Wohnraum an Touristen drastisch einschränken will. Laut dieser ist es künftig verboten, Wohnungen länger als zwölf Wochen im Jahr fremdzuvermieten. Auch ein Leerstand von mehr als einem Jahr gilt demzufolge dann als Zweckentfremdung. Die Regelung soll auf das gesamte Stadtgebiet ausgedehnt werden. Damit hofft man, 700 Wohnungen wieder dem regulären Wohnungsmarkt zuzuführen. In Leipzig existiert solch eine solche Satzung seit September 2024 - und es wurden 800 Wohnungen zurückgewonnen.

Die berühmte Felsenbühne Rathen in der Sächsischen Schweiz bleibt das ganze Wochenende wegen Katastrophenschäden geschlossen. Freitagabend, gegen 18 Uhr, gab es eine Starkwetter-Katastrophe mit Sturm, bei der ein 28-jährigen Mann von einem Baum erschlagen und weitere 13 Personen verletzt wurden. Bäume mit einem Meter Stammdurchmesser entwurzelten, Wege und Schluchten wurden unpassierbar. Es gilt gegenwärtig ein striktes Betretungsverbot des Areals zwischen Bastei, Rathen, Hohnstein und dem Polenztal.