Der Laie staunt, der Experte wundert sich. Nach 24 Monaten Planungszeit für öffentliche Toiletten in der Landeshauptstadt Dresden, will die Kommune nun die ersten beiden neuen WC-Container am Albertplatz bzw. der Kreuzung Ritterstraße und Hauptstraße aufbauen lassen. Bis Ende 2027 sollen alle geplante Anlagen installiert sein. Das Projekt kostet zwei Millionen Euro.  

Das Dresdner Denkmal für den großen Schriftsteller Fjodor Michailowitsch Dostojewski vom Bildhauer Alexander Rukawischnikow, welches bis zur Demontage am Ostra-Ufer zwischen Sächsischem Landtag und Internationalem Congress Center stand, soll bis März 2031 einen Interimsplatz neben der Russisch-Orthodoxen Kirche erhalten. Der Staatsbetrieb Immobilien- und Baumanagement will mit dem Aufbau des gegenwärtig bei Steinmetzmeister Paul Hempel lagernden Denkmals im April beginnen. Dostojewski lebte von 1869 bis 1871 in der Elbestadt, wo seine wichtigsten Werke wie "Der Idiot", "Die Dämonen" und "Der ewige Gatte" entstanden, er bespielsweise auch häufiger Gast der Gemäldegalerie war.   

Zugreisende, die nach Dresden möchten bzw. von Elbflorenz aus Tharandt, Freiberg oder Chemnitz erreichen wollen, haben es ab heute sehr schwer. Am Hauptbahnhof Dresden gelten ab sofort erhebliche Fahrplanänderungen sowie Zugausfälle und Ersatzverkehr. Verursacher ist eine Großbaustelle. Bis November starten mehrere Linien an anderen Haltepunkten. Ersatzbusse sollen den Pendelverkehr zu diesen veränderten Haltepunkten sicherstellen.

Der Dresdner Nobel-Stadtteil und Künstlerort Loschwitz mit seinen Elbhangvillen, drei Schlössern, dem Blauen Wunder und der George-Bähr-Kirche erhält einen neuen Pfarrer. Der in Dresden geborene Dichter und Theologe Christian Lehnert (56 Jahre) stellte sich am heutigen Sonntag, dem 8. Februar 2026, 10 Uhr, mit einem live im MDR Kultur und Deutschlandfunk übertragenen Gottesdienst den Gäubigen vor. Internationales Renommee erlangte er u. a. als Librettist für die Oper "Phaedra" von Hans Werner Henze, welche 2007 an der Berliner Staatsoper Unter den Linden uraufgeführt wurde. Allzeit Gottes Segen für sein Wirken im wunderschönen Loschwitz.    

Am 8. Februar 1876 wurde in der Dresdner Friedrichstadt, Schäferstraße 59, Paula Becker als Tochter des Direktors der damals privaten Eisenbahnlinie Dresden - Berlin geboren, die 1901 den Maler Otto Moderson ehelichte und dann mit ihm in Bremen und der Künstlerkolonie Worpswede lebte. Die nach Geburt ihrer Tochter bereits 31-jährig verstorbene Kunstmalerin ist heute dafür berühmt, dass sie Personen und Landschaften auf das Wesentlichste reduzierte, Geist und Stilmittes des Expressionismus vorwegnahm. Am morgigen 8. Februar 2026 (bis 31. Mai 2026) öffnet im Dresdner Albertinum eine große Ausstellung, die 150 ihrer Werke und jene des norwegischen Malers Edvard Munch (1863 - 1944) vergleichend präsentiert.     

Die nun beginnenden Winterferien im Freistaat Sachsen lassen in den gastfreundlichen Skigebieten der Kammlagen von Osterzgebirge, Vogtland und Zittauer Gebirge die Hoffnung auf gute Geschäfte aufkeimen. Manche Hotels und Pensionen haben noch freie Betten. Die sächsische Tourismuswirtschaft insgesamt ist mit ca. 190.000 Beschäftigten und etwa 9,3 Milliarden Euro Umsatz ein wichtiger Faktor, den es weiter auszubauen gilt.  

Bis 25. Oktober 2026 ist die große Sonderausstellung zum DDR-TV-Erfolg "Sachsens Glanz und Preußens Gloria" im Dresdner Kraszewski-Museum zu besichtigen. Mit 21 Millionen DDR-Mark galt diese Fernsehserie über Sachsens Kurfürstenhaus zur Zeit August des Starken und seines Sohnes als teuerste Produktion der Arbeits- und Bauernrepublik.

Mit einem Benefizkonzert wollen Cellist Jan Vogler und Violinist Kevin Zhu die Sanierung des Römischen Bades unterhalb von Schloss Albrechtsberg in Dresden unterstützen. Ihr Konzert, für welches der Kartenverkauf startete, findet am 2. April 2026 im Kronensaal des Schlosses am Loschwitzer Elbhang statt.

Tourismus-Enthusiasten können sich schon heute auf eine neue Attraktion nahe Bautzen freuen. Auf dem 510 Meter hohen Jüttelsberg (heute Jitrovnik) - dem höchsten Punkt des sogenannten Schluckenauer Zipfels - entsteht bis zum Herst 2026 ein 31 Meter hoher Aussichtsturm aus verzinktem Stahl und Lärchenholz. Er wird eine Traumsicht auf das Lausitzer Gebirge und die Böhmische Schweiz bieten. Selbst die Schneekoppe im Riesengebirge und den Keilberg im Erzgebirge soll man bei optimaler Fernsicht von dem etwa 30 Kilometer von Bautzen entfernten Turm aus sehen. Die Stadt Schluckenau (heute Sluknov) finanziert das 670.800 Euro teure Projekt im Rahmen eines EU-Programms.

Am Donnerstag, dem 5. Februar 2026, 19 Uhr, lädt das Palitzschmuseum in Dresden-Prohlis ein zum großen illustrierten Vortrag "Angst vor Vampiren, Scheintod und Kremation". Wie sogar eine adelige Dresdnerin versehentlich lebendig begraben wurde. Warum man Leichen auf dem Dresdner Frauenkirchfriedhof pfählte und eine im Glasofen in der Friedrichstadt eingeäscherte Londonerin der modernen Leichenverbrennung in Europa zum Durchbruch verhalf. Der Medizinhistoriker und Autor von Büchern wie »Mystisches Dresden« oder »Unser allerletzter Weg. Sterben – gestern, heute und morgen«, Dr. Jürgen Helfricht, macht mit schaurigen, kaum bekannten, Details rund ums Sterben vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart vertraut. Eintritt kostenfrei!

Sachsen, wo in Niederlößnitz (heute Radebeul) vor genau 190 Jahren erstmals in Deutschland Champagner hergestellt wurde (darf sich dem Vertrag von Versailles 1919 nur noch Sekt nennen), entwickelt sich immer mehr zum Sekt-Land. Neben dem Staatsweingut Schloss Wackerbarth, der Sächsischen Winzergenossenschaft, der Meißner Sektmanufaktur Perlgut oder dem Weingut Schabehorn stellt jetzt auch der Sörnewitzer Weinbauer Matthias Schuh eine handgerüttelte Kreation in Flaschengärung aus sächsischen Weißburgunder-Trauben her.

Am heutigen 31. Januar 2026 feiert der Dresdner Volksschauspieler Wolfgang Stumph seinen 80. Geburtstag. 1946 vaterlos im niederschlesischen Wünschelburg (heute Radków in Polen) geboren, verschlug es Mutter und Großmutter nach ihrer Vertreibung über Halle nach Dresden-Hellerau. Der Kesselbauer und studierte Ingenierpädagoge profilierte sich später als Kabarettist. Vor allem im legendären Kabarett-Theater "Die Herkuleskeule" reifte er in der Rolle des prototypischen Sachsen. Sein heutiges Image als sächsischer Volksschauspieler - dem Kölner Idol Willy Millowitsch, allerdings ohne eigene Bühne, vergleichbar - entwickelte sich mit der Filmproduktion "Go Trabi Go". Schauspielerisch und geschäftlich erfolgreich war Wolfgang Stumph in über 170 Film- und TV-Produktionen sowie sogar als Frosch in der Operette "Die Fledermaus" in der Semperoper zu sehen.  

Seit 2020 versucht der US-Konzern Uber, seine Fahrdienstleistungen auf Dresden auszudehnen. Doch die Lobbyarbeit der örtlichen Taxigenossenschaft sowie die örtlichen Behörden, welche Uber das regionale Engagement verweigern, verhinderte bislang solch eine Expansion ins Herz Sachsens.

Noch einen knappen Monat. Dann startet am 27. Februar 2026 (bis 8. März) im Großen Garten wieder der "Dresdner Frühling im Palais" - eine der größten Indoor-Frühlingsblumen-Expositionen in ganz Deutschland! Zur 10. Auflage dieses Events bereiten rund 20 Gärtnerein der Region und deren Partner 40.000 Pflanzen und Gehölze vor.   

Am heutigen 28. Januar 2026 wäre der große deutsche Hochschullehrer, Jurist und Politiker Professor Dr. Kurt Hans Biedenkopf 96 Jahre alt geworden. Als gütiger Landesvater, der auch seine Freunde und Familie nie vergaß, regierte er von 1990 bis 2002 als erster Ministerpräsident nach der deutschen Wiedervereinigung den Freistaat Sachsen. Seine politischen Beliebtheitswerte - er erzielte in drei Legislaturperioden immer zwischen 53,8 und 58,1 Prozent der Wählerstimmen für die sächsische CDU - gelten heute als märchenhaft und komplett unerreichbar. Die Partei CDU kam zur letzten sächsischen Landtagswahl 2024 auf exakt 31,9 Prozent Wählervotum. Das am 12. August 2021 in Dresden verstorbene Genie, welches die sächsische Volksseele wie zuvor nur der 1918 abgedankte Sachsen-König Friedrich August III. zu streicheln verstand, fand seine letzte Ruhe auf dem Evangelisch-Lutherischen Johannisfriedhof im Stadtteil Tolkewitz. Möge er in er Nähe unseres einzig wahren, unseres Dreieinigen Gottes in der Gestalt von Vater, Sohn und Heiligem Geist, seinen himmlischen Ehrenplatz erhalten.