Das ist ganz schlechtes Timing! Ausgerechnet in diesem Jahr, wo die Welt den 200 Todestag und den 240. Geburtstag vom berühmten "Freischütz"-Komponisten, Königlichem Kapellmeister und Direktor der deutschen Oper am Dresdner Hoftheater, Carl Maria von Weber feiert, ist sein renommiertes Museum in Dresden-Hosterwitz geschlossen. Die Renovierungs- und Umbauarbeiten werden sich sogar extrem verzögern. Vor 2028 rechnet die Stadt nicht mehr mit einer Wiedereröffnung des Musentempels.  

In Sachsen, genauer gesagt in Niederlößnitz an der Elbe, gründeten 1836 drei Honoratioren eine Manufaktur für moussierende Weine: Ludwig Pilgrim, Georg Schwarz und Friedrich Sickmann! Es ware eine der ältesten Champagner-Manufakturen Europas, vielleicht sogar die Nummer Eins in Deutschland. Bis zum Versailler Vertrag durften sich deren hochedle Produkte Champagner nennen.  Niederlößnitz liegt heute im Herzen der Wein-, Garten- und Karl-May-Stadt Radebeul, die nun das 190-jährige Jubiläum kräftig feiert und sich für ein Jahr "Sektstadt" nennt.  

Die meisten Dresdner Staatsmuseen gehen auf Kurfürst August (1526 - 1586) zurück, welcher mit der 1560 im Residenzschloss gegründeten Kunstkammer ihre Grundlagen legte. Da ist die 1875 durch den Direktor des Königlichen Naturhistorischen Museums zu Dresden, Adolf Bernhard Meyer, begründete ethnographische Abteilung eine sehr junge Sammlung. Das was vor 150 Jahren begann und heute im Japanischen Palais seinen Platz hat, lässt sich sehen: Das Dresdner Museum für Völkerkunde bewahrt heute etwa 90.000 Artefakte und Kunstwerke aus aller Welt auf.     

Finanzsorgen zwingen die Dresdner Verkehrsbetriebe AG (DVB) zum Umdenken und Kürzungen. Werden Bus- oder Bahnlinien Linien eingestellt bzw. zusammengelegt, Taktzeiten verlängert? Die rund 215.000 Stammkunden werden sich auf Veränderungen einstellen müssen. Auf jeden Fall kann man die Tickets und auch das Leihradsystem Mobi-Bike verteuern. Bislang kostet die Aufrechterhaltung des Bus- und Bahnbetriebs jährlich 300 Millionen Euro. Das Schwesterunternehmen SachsenEnergie schießt 55 Millionen Euro (bald 80 Mio. Euro), die Stadt 25 Millionen zu. Der Rest muss durch Ticketverkauf, Zuschüsse, Ausgleichzahlungen für Deutschland- und Bildungstickets in die Kasse kommen. Neben der verstärkten Nutzung der Bahnen als Werbeflächen wird jetzt sogar über den Verkauf von Haltestellennamen nachgedacht.   

Auf dem Parkplatz am Badesee (Brockwitzer Straße 33) in Coswig an der Elbe findet am heutigen, 10. Januar 2026, ab 14 Uhr, das große Weihnachtsbaumverbrennen statt. Ein Festplatz mit Musik von DJ RGR, Imbisständen und Glühwein sorgt für weitere feurige Stimmung.

Die alljährlichen Wartungs- und Reinigungsarbeiten zwingen unsere weltberühmte Dresdner Frauenkirche, vom 12. bis 17. Januar 2026 das weltberühmte Gotteshaus geschlossen zu halten. Tischler, Maler, Elektriker und Restauratoren werden Ausbessungen und nötige Anpassungen vornehmen. Auch ist die umfassende Grundreinigung geplant. Bei geschätzten zwei Millionen Besuchern pro Jahr ist dies eine zwingende Notwendigkeit. Bleiben Sie unserer Kirche gewogen und besuchen Sie uns nach der Schließzeit wieder!

Der zugefrorene Schlossteich rund um das barocke Wasserschloss Moritzburg, Eisflächen an Talsperren-Rändern, Seen und Dorfteichen Sachsens locken jetzt wieder Menschen allen Alters zum Betreten und Schlittschuhlaufen. Doch höchste Vorsicht! Dies ist nicht erlaubt und kann Sie in Lebensgefahr bringen. Todesfälle der letzten Jahre zeigen, welch enorme Risiken für Leib und Leben dort warten. Benutzen Sie lieber offizielle Eisbahnen.  

Wegen Umbauarbeiten bleibt das Radebeuler Karl-May-Museum bis zum 20. Januar 2026 für Besucher geschlossen. Das Ensemble für Abenteuerschriftsteller Karl May (1842 - 1012) erhält nicht nur einen Neubau, der Ende 2027 in betrieb gehen soll. Auch die 1926 errichtete "Villa Bärenfett" muss dafür samt Licht- und Heizungstechnik umgebaut, die Dauerausstellung verändert werden.  

Das architektonische Gedächtnis Sachsens ist in keinem sehr guten Zustand. Rund 30.000 Gebäude (von 100.858 Gebäuden) mit Baudenkmalstatus vergammeln, haben dringenden Sanierungsbedarf. In den letzten zehn Jahren sind beinahe 3000 Denkmale der Achitektur komplett verschwunden. Sie mussten wegen eklatanter Verschandelung ihrer Substanz durch gewissenlose Bauherren, nach Einsturz oder z. B. ungenehmigtem Abriss aus der Denkmalliste gestrichen werden.

Sachsens Nationalpark- und Forstverwaltung sorgt sich um neues Grün in der wildromantischen Felsenwelt der Sächsischen Schweiz. So wurden letztes Jahr dort 165.000 Bäume und Sträucher gepflanzt. Vor allem Weißtannen und Buchen, Bergahorn, Eiche, Kiefer und Lerche sollen dem Klimawandel trotzen. Dazu kommen Hainbuche, Winterlinde und Flatterulme. Einen großartigen Beitrag leistet auch die renommierte Volksbank Pirna eG (das Kreditinstitut existiert ununterbrochen seit 3. März 1858), welche aus ihrer regionale Aktivitäten fördernden neuen Stiftung einen namhaften Betrag zu Wald-Neuanpflanzungen spendiert.

Pracht-Stätten des einstigen sächsischen Herrscherhauses, der Wettiner, laden am heutigen Sonntag, dem 4. Januar 2026, zu Ausflügen und Kurzweil ein: Im Stallhof neben dem Residenzschloss in Dresden wartet der Mittelaltermarkt zu den Rauhnächten. In der königlichen Hoflößnitz, dem Schloss in den Weinbergen der Stadt der Millionäre Radebeul, beginnt 12 Uhr das "Hoflößnitzer WeinbergGlühen" mit den edelsten Glühweinen Sachsens.

Halten Sie Ihr Geld zusammen, denn im neuen Jahr erwarten uns wieder steigende Preise. In der Landeshauptstadt Dresden erhöhen sich beispielsweise die Ticketpreise der Dresdner Verkehrsbetriebe - ab 1. April 2026 kostet die Einzelfahrt statt 3,40 Euro dann 3,60 Euro. Verschiedene Stadtmuseen verlangen 6 Euro statt bislang 4 Euro Eintritt. Die Abwassergebühr geht gleich drastische 24,4 Prozent in die Höhe - 2,45 Euro statt bislang 1,97 Euro je Kubikmeter. Die Liste der Grausamkeiten findet damit leider kein Ende.

Wir beten, dass sich die durch den Freistaat rollende Pleitewelle nicht weiter fortsetzt. Vor allem die Energiepreise - angetrieben durch Verzicht auf Atomkraft allein in Deutschland, den verkorksten Green Deal und die Besteuerung von Kohlendioxid - verliert die Industrie an Wettbewerbsfähigkeit. Dazu kommen weitere schlimme Fehlentscheidungen wie das Verbrenner-Aus. Wir erleben eine Wirtschaftskrise ohne Beispiel, die fast alle Branchen außer der Rüstungsindustrie trifft. Allein 2025 rutschten 600 sächsische Unternehmen in die Pleite, wurden mehr als 7000 Männer und Frauen arbeitslos.

Aus dem Herzen Dresdens, unter der steinernen Krone der weltberühmten Frauenkirche, sendet das Team von frauenkirche.de Neujahrsgrüße voller Dankbarkeit. Das neue Jahr 2026 möge wie das wiedererstandene Gewölbe dieses imposanten Gotteshauses ein Zeichen sein: Aus Trümmern kann Neues wachsen – aus Hoffnung Zukunft.

Der heutige Silvester-Tag erinnert im kirchlichen Kalender zunächst an den heiligen Papst Silvester I., der am 31. Dezember 335 starb. Sein Festtag wurde später mit dem weltlichen Jahresende verbunden. Aus christlicher Perspektive steht der 31. Dezember jedoch vor allem für die Dankbarkeit für das zu Ende gehende Jahr, Rückbesinnung und Vergebung sowie Zuversicht und Segen für kommende Zeiten. Genießen Sie die letzten Stunden des Jahres 2025 in Ruhe und Einkehr, sichern Sie Briefkästen und Fenster vor Böllerei und Raketen,  beruhigen Sie Haustiere bei dem donnernden Lärm!