Ritter, Gaukler, Burgfräulein - auf Schloss Kuckuckstein in Liebstadt über dem Seidewitztal geht es am heutigen Sonntag, dem 17. Mai 2026, sehr mittelalterlich zu. Schaukämpfe, Bogenschießen, Drachenschnitzeljagd und kulinarische Genüsse aus alten Tagen der Ritterherrlichkeit laden ganze Familien zu einem einmaligen Spektakel in das alte Gemäuer ein.  

Seit ihrer Weihe am 29. Juni 1751 steht die durch italienische Bauleute errichtete Katholische Hofkirche wie ein Fels neben dem Dresdner Residenzschloss an der Elbe. Friedrich August II., der Sohn August des Starken, ließ sie seit 1739 durch Gaetano Chiaveri (1689 - 1770) im Stile des römischen Spätbarock bauen. 78 überlebensgroße Statuen von Heiligen schmücken ihre Balustraten. 1980 wurde das wunderschöne Gotteshaus zur Kathedrale erhoben.

Mit der Öffnung der Außenbecken des Georg-Arnhold-Bades und des Kombibades Prohlis sowie der Badestellen Weixdorf und Weißig startet Elbflorenz in die diesjährige Freibadsaison. Rettungsschwimmer, Kassierer und Platzwarte stehen bereit, die Kartenpreise werden bei allen Tarifen um je einen Euro (Online-Tickets 50 Cent) angehoben.

Wenn Rothäute und Trapper feiern, Schützenvereine im Lößnitzgrund ihre Kanonen donnern lassen und sich das Karl-May-Museum herausputzt, finden die Karl-May-Festtage mit ganz viel Wild West in der Großen Kreisstadt Radebeul statt. Rund 30.000 Besucher werden bis Sonntag, den 17. Mai 2026, in der extra errichteten Westernstadt Little Tombstone, in Fort Henry oder der Golden Nugget Ranch erwartet. Eine Orientwelt mit Derwischen wurde aufgebaut und edle Pferde sind überall zu bestaunen. Sogar aus Nordamerika - der Heimat von Karl Mays edlen Indianern und Häuptlingen mit Winnetou an der Spitze - haben sich Navajo und Lakota zum großen Powwow angekündigt. 20 Bands und 300 Mitwirkende beleben die romantische Kulisse entlang des Lößnitzbaches.

Gerade haben uns die "Eisheiligen" namens "Mamertus", "Pankratius" und heute "Servatius" im Würgegriff. Zu Himmelfahrt werden "Bonifatius" und am Freitag gar noch die "Kalte Sophie" erwartet. Allerdings stellt sich Sachsens Landeshauptstadt auch wieder auf heiße Tage ein. Und für diese werden im Juni erstmals an der Seestraße und am Jorge-Gomondai-Platz nahe Hauptstraße zwei Sprühnebel-Duschen zur Erfrischung von Einheimischen und Fremden aufgestellt.  

Am 10. Juni 2026 feiert der Malerweg zwischen romantischen Felsen der Sächsischen Schweiz, Tälern, Schluchten und Bergmassiven seinen 20. Geburtstag. Er ist mittlerweile ein Magner für Wanderfreunde aus ganz Europa, zählt zu Deutschlands herausragenden Ausflugsdestinationen. Kunstmaler, die hier vor allem im 19. Jahrhundert die Schönheiten der Natur entdeckten, gaben ihm seinen Namen.

Seit 6. Mai 1901 verbindet die Schwebebahn über eine 274 Meter lange Trasse den Künstlerort Loschwitz am Blauen Wunder mit Oberloschwitz und überwindet dabei 84 Höhenmeter. Bis 1909 per Dampfaschine, treibt seitdem Elektrizität das riesige Rad an. Da quasi der talwärts fahrende Wagen den nach oben fahrenden Wagen per 390 Meter langem und 38 Millimeter dickem Stahlseil zieht, wird wenig Strom verbraucht. 220.000 Fahrgäste hatte die nun 125 Jahre alte Schwebebahn im Jahr 2025. Deren Betrieb kostet jährlich rund 1,5 Millionen Euro.

Der Oberlausitzer Bergwanderweg gehört neben dem Kammweg und dem Malerweg zu den drei sächsischen Premiumwanderwegen. Beginnend auf dem Bischofswerdaer Butterberg führt er in sieben Tagesetappen durch die über 1000-jährige Kulturlandschaft über sieben Berge bis nach Zittau. Eingeschlossen das Granitdorf Demitz-Thumitz, die Sohländer Sternwarte, die Spreequelle auf dem Kottmar, Burg und Kloster Oybin.

Zur Eröffnung der diesjährigen Dixieland-Saison, welche ja leider gänzlich ohne Abschluss-Parade stattfindet, lädt der Dresdner Zoo am morgigen Sonntag, dem 10. Mai 2026, ab 10 Uhr zu seinen Bühnen am Afrikahaus und Streichelgehege ein. Freuen Sie sich auf die Dixielanders aus Jena, Sunshine Brass aus Zella-Mehlis und Brass Band Rakovnik aus dem Nachbarland Tschechien.

Ob Staatsweingut Schloss Wackerbarth in Radebeul oder die Manufaktur "Perlgut" in Meißen - zum Deutschen Sekttag am morgigen 9. Mai 2026 feiern Sachsens Winzer 190 Jahre Sekt-Tradition. Denn 1836 gründeten drei Weinbergsherren aus Niederlößnitz (heute Radebeul) mit einem Kellermeister aus Frankreich die erste Fabrik für moussierende Weine, welche dann den Namen "Bussard" erhielt.   

Die Bevölkerung des Freistaates Sachsen schwindet von Jahr zu Jahr. 2024 lebten im stolzen Sachsenland noch rund 4,04 Millionen Menschen. Höchstwahrscheinlich sinkt die Einwohnerzahl bereits im nächsten Jahr unter die 4-Millionen-Grenze. 2045 - so die Statistiker und Prognose-Experten - sollen es nur noch 3,71 Millionen bis 3,43 Millionen Männer, Frauen und Kinder sein.

Seit 1978 zieht die berühmte Dixieland-Parade alljährlich am letzten Tag des Dixieland-Festivals durch Elbflorenz. Sicherheitsauflagen haben die Veranstalter des weltbekannten Festivals nun bewogen, die ganze Parade mit Bands aus halb Europa beim 54. Internationalen Dixiland-Festival, das vom 10. bis 17. Mai 2026 trotzdem in Dresden stattfindet, abzusagen.

Am 14. Mai 2026 starten die bis 15. Juni 2026 andauernden 49. Dresdner Musikfestspiele. Intendant Jan Vogler gelang es, von einem US-amerikanischen Wohltäter und Musikfreund dafür zwei Millionen US-Dollar Spenden zu erhalten. Damit wird das von Vogler und Kent Nagano geleitete Projekt "The Wagner Cycles - Götterdämmerung 2026" finanziert.

Ein 3,5 Hektar großer Acker auf der Hochfläche nahe der Seußlitzer Heinrichsburg wird vom Staatsweingut Schloss Wackerbarth gegenwärtig mit neuen Rebstöcken der Sorten Riesling und Scheurebe bepflanzt. Bringen die 14.300 neuen Rebstöcke in einigen Jahren Ertrag, soll dieser etwa 40 Jahre lang als Grundwein für im Staatsunternehmen geküferte Cuvée-Sekte dienen.

Der sich an den Nationalpark Sächsische Schweiz nahtlos anschließende Nationalpark Böhmische Schweiz ist wieder Schauplatz eines Großbrandes. Samstagnachmittag brach er im tschechischen Rynartice in schwer zugänglichem und durch mangelnden Regen ausgetrocknetem Gelände auf einer Fläche von einem Quadratkilometer aus. 500 Feuerwehrleute kämpfen dort gegen das Flammenmeer. Hoffnung setzten sie u. a. auf sieben Löschhubschrauber, die tschechische Armee und Gewitter mit Regengüssen in den nächsten Tagen. Ein Übergreifen des weithin sichtbaren Desasters - die Brandursache ist unklar - auf deutsches Gebiet wird derzeit (4. Mai 2026) nicht befürchtet.