Zum heutigen Faschingssonntag, dem 15. Februar 2026, startet nach 14 Uhr in der Geburtsstadt des Millieu-Malers Heinrich Zille (1858 - 1929) der große Radeburger Faschingsumzug. Mit 2500 Narren in 83 Bildern soll es nahe Dresden der größte närrische Umzug im Freistaat Sachsen sein. Nach dem Rückzug des Mitteldeutschen Rundfunks überträgt der Karnevalsverein das Ereignis nun selbst via Livestream z. B. auf Smartphones. Fasching steht direkt im Zusammenhang mit der Fastenzeit der Christen vor Ostern. Er endet am Faschingsdienstag. Am nächsten Tag beginnt mit dem Aschermittwoch die 40-tägige Fastenzeit, welche alle Rechtgläubigen auf Ostern - das wichtigste Fest im Christentum - vorbereitet. Deshalb darf vorher noch einmal ausgelassen gefeiert und geschlemmt werden - z. B. mit Fleisch und Pfannkuchen.

Am heutigen 14. Februar 2026, dem "Valentinstag", gedenkt die Christenheit eines Märtyrers, der vermutlich als Priester oder Bischof im 3. Jahrhundert nach Christi in Rom lebte. Von ihm ist überliefert, dass er trotz eines Verbots durch Kaiser Claudius II. Gothicus Liebespaare christlich getraut haben und ihnen Blumen aus seinem Garten geschenkt haben soll. Wegen seines Glaubens wurde dieser wackere Gottesmann um 269 n. Chr. hingerichtet. Der "Valentinstag" steht deshalb für die Opferbereitschaft aus christlichem Glauben sowie die Verbindung von Liebe und christlichem Glauben.

 

Es ist Tradition, dass sich seit 1946 an jedem 13. Februar, ab 21.50 Uhr, die Glocken aller Dresdner Kirchen zu einem machtvollen Klagelied vereinen. Der Glockenschall erinnert an die grausame Bombardierung einer der schönsten Barockstädte Europas und wirkt der Relativierung dieses Infernos entgegen. Am 13. Februar 1945, 22.13 Uhr, brach über Dresden - hier leben 600.000 Einwohner und eine halbe Million Flüchtlinge - die Hölle, der wohl fatalste Luftangriff des Zweiten Weltkrieges herein. Der britische Air Chief Marshal Sir Arthur Harris schickte 772 Flugzeuge in zwei Wellen über die Stadt. Zuerst rissen 1478 Tonnen Sprengbomben Schneisen ins Häusermeer, später regnete es 1182 Tonnen Brandbomben und Luftminen. Mitten in das Inferno luden am nächsten Mittag 311 US-Bomber 771 Tonnen Bomben ab. 24 Stunden später bombardierten Flugzeuge nochmals mit 463 Tonnen Sprengbomben Elbflorenz, das längst im Feuerorkan untergegangen war, wobei mindestens 25.000 Menschen - vom Säugling bis zum Greis - lebendig verbrannten, von Trümmern erschlagen wurden, an geplatzen Lungen starben.

Auch wenn die Ruinen verschwunden sind und jene nach 1945 entstandenen Freiflächen schrittweise überbaut werden. Die Erinnerung an die dunkelsten Tage von Dresden hat sich unauslöschbar ins Gedächtnis der Elbestadt gegraben. In den englisch-amerikanischen Bombardierungswellen des Infernos vom 13./14. Februar 1945 ging mit Elbflorenz eine der schönsten Barockstädte Europas unter, verloren mindestens 25.000 Menschen ihr Leben. Dem grausamen Geschehen widmen sich alljährlich zahlreiche Aktivitäten und Veranstaltungen. Das entsetzliche Leid, welches über Dresdner Familien und jene kam, die als Flüchtlinge und Gäste damals in der Stadt weilten, war unermesslich. Im stillen Gedenken an die Toten und in Gebeten verharren die Nachgeborenen, zünden Kerzen der Erinnerung an und hoffen, dass der wiederstandenen Stadt solch katastrophales Schicksal künftig erspart bleiben möge.

Der Laie staunt, der Experte wundert sich. Nach 24 Monaten Planungszeit für öffentliche Toiletten in der Landeshauptstadt Dresden, will die Kommune nun die ersten beiden neuen WC-Container am Albertplatz bzw. der Kreuzung Ritterstraße und Hauptstraße aufbauen lassen. Bis Ende 2027 sollen alle geplante Anlagen installiert sein. Das Projekt kostet zwei Millionen Euro.  

Das Dresdner Denkmal für den großen Schriftsteller Fjodor Michailowitsch Dostojewski vom Bildhauer Alexander Rukawischnikow, welches bis zur Demontage am Ostra-Ufer zwischen Sächsischem Landtag und Internationalem Congress Center stand, soll bis März 2031 einen Interimsplatz neben der Russisch-Orthodoxen Kirche erhalten. Der Staatsbetrieb Immobilien- und Baumanagement will mit dem Aufbau des gegenwärtig bei Steinmetzmeister Paul Hempel lagernden Denkmals im April beginnen. Dostojewski lebte von 1869 bis 1871 in der Elbestadt, wo seine wichtigsten Werke wie "Der Idiot", "Die Dämonen" und "Der ewige Gatte" entstanden, er bespielsweise auch häufiger Gast der Gemäldegalerie war.   

Zugreisende, die nach Dresden möchten bzw. von Elbflorenz aus Tharandt, Freiberg oder Chemnitz erreichen wollen, haben es ab heute sehr schwer. Am Hauptbahnhof Dresden gelten ab sofort erhebliche Fahrplanänderungen sowie Zugausfälle und Ersatzverkehr. Verursacher ist eine Großbaustelle. Bis November starten mehrere Linien an anderen Haltepunkten. Ersatzbusse sollen den Pendelverkehr zu diesen veränderten Haltepunkten sicherstellen.

Der Dresdner Nobel-Stadtteil und Künstlerort Loschwitz mit seinen Elbhangvillen, drei Schlössern, dem Blauen Wunder und der George-Bähr-Kirche erhält einen neuen Pfarrer. Der in Dresden geborene Dichter und Theologe Christian Lehnert (56 Jahre) stellte sich am heutigen Sonntag, dem 8. Februar 2026, 10 Uhr, mit einem live im MDR Kultur und Deutschlandfunk übertragenen Gottesdienst den Gäubigen vor. Internationales Renommee erlangte er u. a. als Librettist für die Oper "Phaedra" von Hans Werner Henze, welche 2007 an der Berliner Staatsoper Unter den Linden uraufgeführt wurde. Allzeit Gottes Segen für sein Wirken im wunderschönen Loschwitz.    

Am 8. Februar 1876 wurde in der Dresdner Friedrichstadt, Schäferstraße 59, Paula Becker als Tochter des Direktors der damals privaten Eisenbahnlinie Dresden - Berlin geboren, die 1901 den Maler Otto Moderson ehelichte und dann mit ihm in Bremen und der Künstlerkolonie Worpswede lebte. Die nach Geburt ihrer Tochter bereits 31-jährig verstorbene Kunstmalerin ist heute dafür berühmt, dass sie Personen und Landschaften auf das Wesentlichste reduzierte, Geist und Stilmittes des Expressionismus vorwegnahm. Am morgigen 8. Februar 2026 (bis 31. Mai 2026) öffnet im Dresdner Albertinum eine große Ausstellung, die 150 ihrer Werke und jene des norwegischen Malers Edvard Munch (1863 - 1944) vergleichend präsentiert.     

Die nun beginnenden Winterferien im Freistaat Sachsen lassen in den gastfreundlichen Skigebieten der Kammlagen von Osterzgebirge, Vogtland und Zittauer Gebirge die Hoffnung auf gute Geschäfte aufkeimen. Manche Hotels und Pensionen haben noch freie Betten. Die sächsische Tourismuswirtschaft insgesamt ist mit ca. 190.000 Beschäftigten und etwa 9,3 Milliarden Euro Umsatz ein wichtiger Faktor, den es weiter auszubauen gilt.  

Bis 25. Oktober 2026 ist die große Sonderausstellung zum DDR-TV-Erfolg "Sachsens Glanz und Preußens Gloria" im Dresdner Kraszewski-Museum zu besichtigen. Mit 21 Millionen DDR-Mark galt diese Fernsehserie über Sachsens Kurfürstenhaus zur Zeit August des Starken und seines Sohnes als teuerste Produktion der Arbeits- und Bauernrepublik.

Mit einem Benefizkonzert wollen Cellist Jan Vogler und Violinist Kevin Zhu die Sanierung des Römischen Bades unterhalb von Schloss Albrechtsberg in Dresden unterstützen. Ihr Konzert, für welches der Kartenverkauf startete, findet am 2. April 2026 im Kronensaal des Schlosses am Loschwitzer Elbhang statt.

Tourismus-Enthusiasten können sich schon heute auf eine neue Attraktion nahe Bautzen freuen. Auf dem 510 Meter hohen Jüttelsberg (heute Jitrovnik) - dem höchsten Punkt des sogenannten Schluckenauer Zipfels - entsteht bis zum Herst 2026 ein 31 Meter hoher Aussichtsturm aus verzinktem Stahl und Lärchenholz. Er wird eine Traumsicht auf das Lausitzer Gebirge und die Böhmische Schweiz bieten. Selbst die Schneekoppe im Riesengebirge und den Keilberg im Erzgebirge soll man bei optimaler Fernsicht von dem etwa 30 Kilometer von Bautzen entfernten Turm aus sehen. Die Stadt Schluckenau (heute Sluknov) finanziert das 670.800 Euro teure Projekt im Rahmen eines EU-Programms.

Am Donnerstag, dem 5. Februar 2026, 19 Uhr, lädt das Palitzschmuseum in Dresden-Prohlis ein zum großen illustrierten Vortrag "Angst vor Vampiren, Scheintod und Kremation". Wie sogar eine adelige Dresdnerin versehentlich lebendig begraben wurde. Warum man Leichen auf dem Dresdner Frauenkirchfriedhof pfählte und eine im Glasofen in der Friedrichstadt eingeäscherte Londonerin der modernen Leichenverbrennung in Europa zum Durchbruch verhalf. Der Medizinhistoriker und Autor von Büchern wie »Mystisches Dresden« oder »Unser allerletzter Weg. Sterben – gestern, heute und morgen«, Dr. Jürgen Helfricht, macht mit schaurigen, kaum bekannten, Details rund ums Sterben vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart vertraut. Eintritt kostenfrei!

Sachsen, wo in Niederlößnitz (heute Radebeul) vor genau 190 Jahren erstmals in Deutschland Champagner hergestellt wurde (darf sich dem Vertrag von Versailles 1919 nur noch Sekt nennen), entwickelt sich immer mehr zum Sekt-Land. Neben dem Staatsweingut Schloss Wackerbarth, der Sächsischen Winzergenossenschaft, der Meißner Sektmanufaktur Perlgut oder dem Weingut Schabehorn stellt jetzt auch der Sörnewitzer Weinbauer Matthias Schuh eine handgerüttelte Kreation in Flaschengärung aus sächsischen Weißburgunder-Trauben her.