Nachdem dieses Jahr bereits 217 Schafe, Ziegen und andere  Haustiere von blutrünstigen Wölfen in Sachsen getötet wurden, übergeben die Weidetierhalter nun am 1. Juni 2022 vor dem Sächsischen Landtag Ministerpräsident Michael Kretschmer einen offenen Brief. Sie fordern endlich Bestandsregulierungen der Wolfsrudel durch gezielte Abschüsse!

Schleife, sorbisch Slepo, das im Herzen des sorbischen Siedlungsgebietes mit seinen slawischen Ureinwohnern unserer Gegend liegt und 1272 erstmals urkundlich erwähnt wurde, lädt ein zu einem großen Fest. Vom 17. bis 19. Juni veranstaltet die Gemeinde das 9. Internationale Dudelsackfestival!

Sachsens Königshaus, das 820 Jahre lang regierte, brachte mit Prinzessin Amalie von Sachsen (1821) sogar eine Komponistin hervor. Ihre 1821 vollendete Oper "Elvira" gelangt nun durch die Dresdner Kapellsolisten - fast ausschließlich Mitglieder der Sächsischen Staatskapelle - am 6. Juni, 11 Uhr, im Großen Garten zur konzertanten Aufführung. Karten zwischen 20 und 55 Euro.

Europas größte Felsenfestung Königstein hoch über der Elbe in der Sächsischen Schweiz besticht nicht nur durch gigantische Mauern und riesige Kanonen aus dem Mittelalter. In Kriegszeiten konnten sch die hier befindlichen Mannschaften und das Herrscherhaus der Wettiner auch komplett selbst versorgen. Wasser kam aus einem der tiefsten Brunnen Sachsens. Landwirtschaft, Gartenbau und Viehzucht auf dem Felsplateau machten die Bewohner unabhängig. Das alles wird jetzt in einer neuen Sonderschau anschaulich demonstriert.   

Sie sind seit den mittelalterlichen Zünften das Rückgrat der sächsischen Wirtschaft, erwirtschafteten im letzten Jahr noch 27 Milliarden Euro Umsatz. Doch die Handwerksmeister werden immer weniger im Freistaat. 2021 gab es lediglich nur noch 40.420 - ein Rückgang um 974 Meister zum Vorjahr!

Vom 28. bis 29. Mai 2022 (täglich 10 is 17 Uhr) lädt Pillnitz zum XXL-Gartenwochenende ein. Neben der Maillebahn kommen Gartenfans, Pflanzen- und Naturfreunde auf ihre Kosten.  Überregionale Produzenten, einheimische Gärtnereien und sogar die Mitteldeutsche Kameliengesellschaft bieten an mehr als 50 Ständen ihre Ware feil.

Nach Stationen in Coventry und Amsterdam macht die Schau der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden "Lilienzeit - Der mystische Philosoph Jacob Böhme und die Erneuerung der Welt" nun vom25. Mai bis 11. September Station im Universitätsmuseum von Wroclaw (Breslau). Jacob Böhme (1575 - 1624), eigentlich ein Schumacher aus Görlitz, zählt durch seine hinterlassenen Aufzeichnungen und rätselhaften Schriften zu den wichtigsten deutschen Denkern.   

Den wohl berühmtesten Bürger Radebeuls, Abenteuerschriftsteller Karl May (1842 - 1912), ehrt die Große Kreisstadt vom 27. bis 29. Mai mit den Karl May Festtagen. Zwischen Karl-May-Museum, Lößnitzgrund und Wahnsdorf warten Schauspieler, Schausteller, Reiter und jede Menge Überraschungen auf alle Wild West-Fans.

Er war Kruzianer und sogar Erster Chor-Präfekt unseres weltberühmten Dresdner Kreuzchores, wurde mit dem renommierten Rudolf-Mauersberger-Stipendium verabschiedet. Nach Stationen als Dirigent in Erfurt und St. Gallen brilliert der 1992 geborene Radebeuler Hermes Helfricht nun seit 2018 als Erster Kapellmeister am Theater Bonn und des dortigen Beethoven Orchesters. Sonntagabend gelang ihm mit der Wiederentdeckung der seit den 1940er Jahren nicht mehr gespielten Oper "Li-Tai-Pe" des Clemens von Franckenstein (1875 - 1942) ein musikalischer Geniestreich. Trefflich fand das A-Orchester unter seiner wohldurchdachten Einstudierung und schwungvollen Stabführung zu jenem vom Komponisten ersonnenen Stil, der faszinierend zwischen filmmusikalischer Leichtigkeit und spätromantischem Pathos balanciert. Das Sänger-Ensemble mit Koryphäen wie Anna Princeva und der ausgezeichnet agierende Chor, denen vom Pult aus ein musikalischer Teppich bereitet wurde, bestachen durch außergewöhnliche Textverständlichkeit. Bravo-Rufe und minutenlanger tosender Applaus verdeutlichen die Begeisterung des Premierenpublikums. Deutschlandfunk Kultur überträgt diese Opernpremiere am 13. August 2022 ab 19.04 Uhr!  

Zum Abschluss des 50. Internationalen Dixieland Festivals Dresden 20022 findet am heutigen 22. Mai zwischen 15.45 Uhr und 16.25 Uhr die Dixieland-Parade mit vielen Festwagen und Bands statt. Die Paradestrecke erstreckt sich über Terrassenufer, Theaterplatz, Sophienstraße, Schlossplatz, Augustusstraße und Neumarkt.

Das Boofen genannte zeitweilige Übernachten unter Felsnasen, in Schluchten und innerhalb der pittoresken Sandsteinwelt des Elbsandsteingebirges - speziell im Nationalpark Sächsische Schweiz - ist bis zum 15. Juni verboten. Die Naturwächter wollen damit vor allem brütende Wanderfalkenpaare schützen. Das Boof-Verbot soll nun jedes Jahr generell vom 1. Februar bis Mitte Juni gelten.

Die seit Jahrzehnten vom Aussterben bedrohte Flussperlmuschel wird im Vogtland bereits wieder heimisch. Seit 20 Jahren gibt es ein Nachtzuchtproramm. Wurden bis 1925 die Flussperlmuscheln noch gefischt und vor allem im Perlmutt-Industrie-Zentrum Adorf u. a. zu wertvollen Perlenketten verarbeitet, ging der Bestand um 1960 auf kaum 28.000 Exemplare zurück. 1995 waren es nur noch 1700 Flussperlmuscheln.

Die Sächsische Schweiz, das Elbsandsteingebirge im Freistaat Sachsen, verfügt über 400 Kilometer Wegenetz. Laut letzter Zählung von 2008 wird die Felsenlandschaft, welche den Status eines Nationalparks genießt und auch Heimat von Felsenbrütern wie dem Wanderfalken ist, von jährlich 3,5 Millionen Besuchern frequentiert.  

Für die Oberbürgermeisterwahl am 12. Juni 2022 fehlen der sächsischen Landeshauptstadt Dresden noch etwa 800 Wahlhelfer. Für 35 bis 65 Euro Entschädigung sollen sie die Ordnung in den Wahllokalen aufrecht erhalten. Bewerber müssen 18 Jahre alt, Deutscher oder Bürger der EU sein und seit mindestes 3 Monaten mit Hauptwohnsitz in Dresden leben.

Archäologische Grabungen und Bauarbeiten lassen es erstmals seit vier Jahren nicht zu, dass die 2,50 Meter hohen Orangen-Bäumchen in den schmuckvollen Pflanzkübeln den Innenhof des Barockensembles Dresdner Zwinger zur Sommerzeit zieren. Die von Wohltätern gestifteten Pflanzen bleiben in Großsedlitz. Um 1730 beherbergte der Zwinger sogar rund 600 exotische Pflanzen.