Algen, Flechten und Moose machen sich breit, der Sandstein leidet unter Versalzung. Deshalb wird das Nymphenbad unseres weltberühmten Dresdner  Zwingers - 1712 bis 1719 unter Leitung von Barock-Genie Matthäus Daniel Pöppelmann (1662 - 1736) entstanden - in den nächsten Monaten saniert. Unter Federführung der Zwingerbauhütte arbeiten Steinbildhauer und Restauratoren an den Wasserspielen, den filigranen Balustradenfiguren und Skulturengruppen, welche sich um die sagenhaften Meeresgötter und Nymphen scharen und letztmalig 2008 einer Generalkur unterzogen worden sind. Im Spätherbst soll die Attraktion wieder besuchbar sein.

Mit einer Sonderbriefmarke im Wert von 95 Cent feiert die Deutsche Post jetzt das sächsische Sektjubiläum. Im Jahre 1836 - also vor genau 190 Jahren - begannen drei Winzer im heutigen Radebeul mit der Herstellung von Champagner, der seit dem Versailler Vertrag allerdings nur noch Sekt heißen darf. Sie waren damit die ersten in Sachsen und nach einer anderen Produktionsstätte in Schlesien die zweiten in ganz Deutschland. Das Staatsweingut Schloss Wackerbarth sieht sich heute in dieser Traditionslinie.

MIt 180 Millionen Euro weitgehend durch internationale Spenden finanziert, gilt unsere Dresdner Frauenkirche als größte bürgerschaftlich finanzierte, denkmalgerechte Rekonstruktion eines historischen Bauwerks von internationaler Bedeutung. Insgesamt verfügt der Freistaat Sachsen mittlerweile über 101.000 registrierte Dekmäler, ist somit das Bundesland mit der höchsten Denkmaldichte in ganz Deutschland. Als größtes Monument gilt das Leipziger Völkerschlachtdenkmal mit 40.000 Kubikmeter Baumasse, das 91 Meter in den Himmel ragt.  

Durch die Luft schwirrende Brennhaare dieser tückischen Raupe lösen schwere allergische Reaktionen bei empfindlichen Menschen aus, die von Atemnot, Haut-Quaddeln bis zum allergischen Schock reichen können. Deshalb wird der Eichenprozessionsspinner in der Ladeshauptstadt Dresden jetzt u. a. mit Insektizid energisch bekämpft. Im Großen Garten haben Experten mit Schutzkleidung bereits 1617 Nester von ca. 400 Bäumen entfernt. Laut Stadtverwaltung sind auch der Waldpark Blasewitz, Albertpark, Hechtpark und Süüdhänge des Ellbhanges betroffen. Allerdings bleiben wegen des enormen Aufwandes wohl viele Nester unentdeckt.

Wie weiter mit den 1630 Kirchen, Kapellen und Friedhofskapellen, die sich heute im Besitz der Evangelischen Landeskirche Sachsens befinden? Diese Frage bewegt zunehmend Bischof und Pfarrer. Sank die Zahl der Kirchenmitglieder und Kirchensteuerzahler doch von 1,2 Millionen im Jahre 1992 auf heute kaum noch 0,56 Millionen dramatisch. Damit wurden auch die Kassen immer leerer. In manchem Kirchlein wird nur noch in wenigen Tagen des Jahres Gottesdienst gefeiert. Die Dresdner Frauenkirche hat überhaupt keine eigene Gemeinde, wartet jeden Tag auf Touristen. Per zweijährigem Baumoratorium - der Aussetzung jeglicher Baumaßnahmen - will man sich Zeit nehmen, zu eruieren, welche Gotteshäuser überhaupt noch eine Zukunft haben und für die Bauerhaltung auserkoren bleiben.   

Hinter dem Goldenen Reiter auf der Dresdner Hauptstraße lädt 12 bis 20 Uhr der "Weinsommer" zum Genießen und Testen ein. Antlang der Pieschener Allee lockt das Volksfest-Areal mit dem Rummel. Dieses kleine Volksfest hat zwar nichts mehr mit der einst gewaltigen "Vogelwiese" zu tun. Doch von 14 bis 22 Uhr haben Fahrgeschäfte und Buden geöffnet. Zur Kinderbelustigung bietet sich am heutigen Sonntag, dem 19. Juli 2026, das Open-Air-Puppentheater "Sonnenhäusel" an der Herkulesallee des Großen Gartens an. Dort wird ab 16 Uhr "Die goldene Gans" gezeigt.

Alljährlich pilgern zur Kaisermania am Elbufer rund 50.000 Fans des heute 74 Jahre alten Schlagerbarden Roland Kaiser, wollen immer wieder seine sattsam bekannten Ohrwürmer hören. Das freut vor allem die Dresdner Hoteliers, die pünktlich zu den Events (31. Juli, 1. August, 7./8. August 2026) eine Traumauslastung ihrer Herbergen verzeichnen und sofort auch die Preise gewaltig anheben.

Die Albrechtsburg in Meißen - die bis zum Jahre 929 zurückgehende Wiege Sachsens - gehört zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Deutschlands und damit in Europa! Laut Portal "Reisereporter" wird die imposante Albrechtsburg über der Elbe in einem Atemzug mit dem 368 Meter hohen Berliner Fernsehturm oder dem aufs Jahr 170 nach Christi zurückgehenden Stadttor Porta Nigra in Trier von Touristen genannt.

Die Budgetkürzungen der sächsischen Landeshauptstadt bekommen nun auch Freunde der über 100 Dresdner Brunnen zu spüren. Da für diese statt 120.750 Euro nur noch 35.170 Euro zur Verfügung stehen, bleiben sie oft ausgeschaltet. Belaufen sich doch allein die Stromkosten für den Tagsüber-Betrieb der Wasserspiele auf 110.000 Euro. Eigentlich wird der jährliche Gesamtbedarf in einer Brunnensaison mit Reparaturen und Sanierungen auf 700.000 Euro beziffert.

Seit Juli verbindet die vollelektrische Elb-Fähre "Ritter Karras" den Coswiger Ortsteil Kötitz mit dem gegenüberliegenden Gauernitz. Die gern von Benutzern des Fernradweges genutzte Elbüberfahrt bietet Platz für bis zu 80 Fahrgäste und 25 Fahrräder.

Auspuffdonnern, markanter Motorsound und Verbrennerduft über Elbflorenz. 6000 heiße Motorräder sowie 12.000 Fans aus halb Europa wollen vom 24. bis 26. Juli 2026 nach Dresden pilgern. Sie kommen zu den achten "Harley Days", die in der Rinne im Ostragehege ihr Quartier aufschlagen. 80 Händler haben sich ebenfalls angesagt. Ein Muss für Liebhaber der teuren Zweiräder, die als Neuware nicht unter 16.000 Euro angeboten werden.  

Die Mühen des Weinanbaus mit steigenden Produktionskosten vor allen an Steillagen, Überalterung der Winzer und immer mehr Bürokratie. Allein von 2023 bis 2025 reduzierte sich die Zahl sächsischer Klein-Weinbauern von 1381 auf 1224 Betriebe. Die Wein-Kulturlandschaft (gegenwärtig 536 Hektar Rebhänge) ist weit über 800 Jahre, vermutlich sogar über 1000 Jahre alt. Zisterziensermönche brachten die ersten Reben wohl aus Italien mit. Die älteste Urkunde zum sächsischen Wein hat sich vom Jahre 1161 erhalten.

Seit dem Wochenende vom 10. bis 12. Juli 2026 sollte in Dresden das 190-jährige Jubiläum der ältesten und größten Raddampferflotte der Welt kräftig gefeiert werden. Denn die Weiße Flotte - als Elbdampfschiffahrts-Gesellschaft am 8. Juli 1836 gegründet - ist seit 190 Jahren auf der Oberelbe unterwegs. Nun stört die Elbe-Ebbe mit Pegelstand bei nur 56 Zentimeter in Dresden den Ausflugsverkehr enorm. Bis auf die 90-minütige Stadtfahrt nach Blasewitz (10 bis 17 Uhr) entfallen am morgigen Montag, dem 13. Juli 2026, alle anderen Linien. Leider auch jene elbaufwärts nach Pirna und in die Sächsische Schweiz sowie jene elbabwärts über Radebeul nach Meißen und Diesbar-Seußlitz - entlang der Sächsischen Weinstraße.  

Im Garten des Staatsweingutes Schloss Wackerbarth hat eine 35 Jahre alte Agave ihre Blüte gebildet. Oben am meterhohen Stengel sprießen die Ästel mit Knospen heraus. Innerhalb weniger Stunden wird sie blühen. Damit vollendet sich das Leben dieser in der Barockzeit in Sachsen sehr begehrten Kübelpflanzen. Nach ihrer Blüte und der Samenproduktion für Nachkömmlige sterben Agaven.  

Vom 14. Juli bis 26. Juli 2026 gastiert das Tanztheater der Enrique Gasa Valga Dance Company mit einer Hommage an das Leben der Künstlerinnen-Ikone Frida Kahlo in der Semperoper. Tickets gibt es in den Preisklassen von 59,90 bis 129,90 Euro.