Vom 26. April bis zum 20. Mai 2024 wird auf dem gerade für 13 Millionen Euro aufgemöbelten Dresdner Altmarkt wieder der Frühlingsmarkt stattfinden. Dresdens ältester Platz war seit dem Mittelalter der zentrale Ort für Märkte. Weltberühmt ist der Dresdner Striezelmarkt zur Weihnachtszeit.

Die romantische Kahnfahrt durch die Schlucht der Edmundsklamm in der Sächsisch-Böhmischen Schweiz bei Herrnskretschen (tschechisch Hrensko) wird leider auch in den nächsten Jahren nicht möglich sein. Die bizarre Sandstein-Felsenwelt ist seit dem großflächigen Waldbrand von 2022 gesperrt. Auch der beliebte Gabrielensteig in Richtung Prebischtor bleibt unzugänglich. Die tschechischen Nationalparkhüter müssen noch tausende verkohlte Bäume fällen, können die Sicherheit der vom Feuer beschädigten Sandsteinfelsen nicht garantieren. 2027 soll die Situation neu beurteilt werden.

Nach langer schwerer Parkinson-Krankheit verstarb am 14. April in Dresden der renommierte sächsische Theologe, Kirchenjurist und Justizminister Steffen Heitmann. Am 8. September 1944 in der Elbestadt geboren, wurde er Pfarrer und ab 1982 Oberkirchenrat des Bezirkskirchenamtes der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsen. Prof. Dr. Kurt Hans Biedenkopf berief den DDR-Oppositionellen 1990 als Justizminister in seine Kabinette. Dieses Amt bekleidete er bis 2000. 1993 war er der Wunschkandidat von Helmut Kohl für das Amt des Bundespräsidenten. Als Medien einige seiner Positionen - er wollte u. a. tabuisierte Bereiche der intellektuellen Debattenlage wie den Umgang mit der Nazi-Vergangenheit aufbrechen, hielt die multikulturelle Gesellschaft als Programm für falsch - trat er von der Kandidatur zurück. Ende 2015 trat er aus Protest gegen den durch Kanzlerin Merkel beförderten "unkontrollierten Flüchtlingsstrom" nach Deutschland aus der CDU aus. Möge der streitbare und tiefgläubige Christenmensch Steffen Heitmann in der Nähe unseres einzig wahren Dreieinigen Gottes seine ewige Ruhe finden.  

Durch den Kauf des Marcolini-Palais in Friedrichstadt im Jahre 1845, begann Dresden Pläne für ein Stadtkrankenhaus zu verwirklichen. Die 1849 eröffnete Einrichtung verfügte dann über 53 Krankenzimmer mit Platz für 260 Patienten. Die Einrichtung ergänzte man später durch Standorte in Löbtau, Neustadt, Weißer Hirsch. Mehr als 3600 Mitarbeiter versorgen heute wohnortnah jährlich 62.500 Patienten stationär und 109.000 ambulant.

In vollster Blüte steht gegenwärtig im Forstbotanischen Garten der TU Dresden in Tharandt der vor über 180 Jahren aus Nordamarika nach Sachsen gelangte Schneeglöckchenbaum. Täglich von 8 bis 17 Uhr ist der bereits 1811 gegründete Park mit seinen faszinierenden Gehölzen und Gewächshaus zu bewundern.

Er war einer der führenden Köpfe bei der Spendensammlung für den Wiederaufbau unserer Dresdner Frauenkirche. Er unterstützte mit der Dresdner Bank zahllose Kulturprojekte, die weit über Sachsen ausstrahlten, war u. a. auch Präsident des Sächsischen Kultursenats: der in Weimar geborene Bernhard von Loeffelholz starb jetzt 90-jährig in Nürnberg! Ehre seinem Andenken!

Die vermeintlich blutende Madonna am Wege vom Panschwitz-Kuckauer Ortsteil Ostro wurde jetzt von dem Professor für Angewandte Zoologie der TU Dresden, Klaus Reinhardt, untersucht. Er fand heraus, das die angeblichen Blutstropfen auf der Plastik in Wahrheit Milben sind. Diese Spinnentiere entwickeln bei steigenden Temperaturen Aktivität und können wie eine rötliche Flüssigkeit wahrgenommen werden.  

Der grüne Wunschtraum, Fahrrädern auf der Elbbrücke Blaues Wunder mehr Raum zu geben und dafür eine Auto-Fahrspur zu opfern, ist gescheitert. Die Staus und die harsche Kritik aus der Wirtschaft lassen die Stadt nun dieses waghalsige Experiment vorzeitig beenden. Eigentlich sollte dieser Wahnsinn bis Mitte Juni dauern. Ende kommender Woche soll der teure Versuch Geschichte, alle extra angeordneten neuen Verkehrseinbauten entfernt sein.

Die Winzer an der 60 Kilometer langen Sächsischen Weinstraße, welche sich entlang der Elbe zwischen Pirna und Seußlitz erstreckt, sind in Sorge. Nacvh Frost-Prognosen für die Nacht von Mittwoch auf Donnerstag bangen sie um ihre Weinreben. Diese sind nach Temperaturen bis 28 Grad in den letzten Tagen im Wachstum bereits sehr weit fortgeschritten und nun besonders anfällig für Minusgrade. Auf besonders frostgefährdeten Arealen wollen die Winzer deshalb mit Feuer, Flammentöpfen und Frostkerzen gegen die Kälte kämpfen.

Anno 1924, vor genau 100 Jahren, gründete Unternehmer Paul Schkommodau (1877 - 1955) in Hoyerswerda mit der "Bismarckmühle" eine Ölmühle, die heute Deutschlands größte Mühle für die Leinölerzeugung ist. Pro Woche werden hier aus 50 Tonnen Leinsaat rund 18.000 Liter feinstes Öl gepresst.  

Hochwasser- und Zivilisationsmüll verdreckt jedes Jahr die grünen Elbauen. Nun fanden sich 2000 Dresdner, beide Ufer 30 Kilometer entlang der Elbe von diesem Unrat zu  befreien. Mit Handschuhen und Plastiksäcken bewaffnet, sagten sie dem Müll und der Verschandelung den Kampf an.

Der TV-Sender MDR will Sendungen streichen bzw. reduzieren. So wollen die TV-Strategen ab 2025 auf acht Neuproduktionen der Unterhaltungssendung "Außenseiter Spitzenreiter" verzichten, das Magazin "Biwak" oder die "MDR Zeitreise" auslaufen lassen. "Umschau", "Der Osten - Entdecke wo du lebst" oder "Fröhlich lesen" wird gewaltig gestutzt. Ob dies genügt, die Personal- und Produktionskosten zu senken, wird sich zeigen.  

Das herrliche Frühlingswetter lockt in die Natur. Besonders reizvoll ist der 15 Kilometer lange Caspar-David-Friedrich-Wanderweg, der in Bad Schandau OT Krippen startet und endet. Der Malerfürst sucht hier 1813 selbst Ruhe. Den romantischen Weg säumen elf Infotafeln mit Abbildungen.  

Die kurfürstliche Hoflößnitz, das imposante Fachwerkschloss in den Rebterrassen der Oberlößnitz in Radebeul, feiert ein gan besonderes Jubiläum. Am Sonntag, dem 19. Mai 2024, begeht man den 100. Geburtstag des sächsischen Weinbaumuseums, welches in den ehrwürdigen Mauern untergebracht ist.

Die marode Bergwachthütte im Bielatal - Ausgangsort zur Rettung verunglückter Wanderer und Bergsteiger in der Sächsischen Schweiz - konnte jetzt durch Spendengeöder für 121.000 Euro saniert werden. 111.000 Euro spendete allein die Radeberger Exportbierbrauerei aus dem Topf ihrer Aktion "Wir wandern für unsere Heimat".