Am Freitag, dem 14. Januar 2022, können in Sachsen wieder die beliebten Skigebiete wie Altenberg, Schellerhau oder Geising öffnen. Samstag will auch der Fichtelberg die Skisaison starten. Allerdings steht das Skigebiet nur für Geimpfte und Genesene offen.

Die bis zum Jahr 1548 zurück verfolgbaren Dresdner Kapellknaben singen ihren nächsten Dienst in der Kathedrale des Bistums Dresden-Meißen am 16. Januar, 10.30 Uhr. Der für die musikalische Gestaltung des Hochamtes in der Katholischen Hofkirche verantwortliche Kabenchor bringt u. a. die "Missia dorisch" zu Gehör.

 

Die Zahl jener Menschen im Freistaat Sachsen, welche noch beseelt sind vom Glauben an den einzig wahren, unseren Dreieinigen Gott als Vater, Sohn und Heiliger Geist nimmt ab. Nach aktueller Statistik zahlten noch etwa 647.200 Kirchensteuer für die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens. Diese umfasst 338 Kirchgemeinden (verantwortlich für ca. 1600 Kirchen und Kapellen) sowie 595 männliche und weibliche Pfarrer. Das Bistum Dresden-Meißen zählt noch etwa 139.200 Katholiken, verfügt über 37 Pfarreien mit 73 Priestern. Das Bistum Görlitz (auf dem Territorium Sachsens und Brandenburgs wirkend) mit 16 Pfarreien zählt 29.630 Katholiken.   

Die seit 2008 alljährliche Grundreinigungs- und Reparaturwoche startet am Montag, dem 10. Januar 2022. Für die ca. 40.000 Euro umfassenden Arbeiten u. a. an Gestühl, Türen, Wandflächen, Elektrik samt Beleuchtung bleibt unser Gotteshaus bis einschließlich 15. Januar geschlossen. Am 2. Sonntag nach Epiphanias, dem 16. Januar 2022, 11 Uhr, feiern wir wieder den Gottesdienst.

 

 

 

 

Vor 473 Jahren ließ Sachsens damaliger Kurfürst zwei Künstler aus Norditalien über die Alpen kommen. Sie malten dem gottesfürchtigen Herrscher um 1550 die vierstöckigen Loggien vor dem 100 Meter hohen Hausmannsturm farbenprächtig mit Motiven aus der Bibel (Altes Testament) und der römischen Historie aus. Jetzt erstrahlt der größte Teil der 19 Meter breiten Wandgemälde neu. Ein Team von sieben akademischen Malern und Restauratoren wird noch bis zum Jahresende daran arbeiten.

Heute unterschreibt der 1973 geborene Martin Lehmann seinen ab August 2022 startenden Vertrag als 29. Kreuzkantor seit der Reformation. Der bisherige Kreuzkantor, Roderich Kreile, beendet nach 26 Jahren seine Tätigkeit und tritt in den Ruhestand. Lehmann, der selbst Kruzianer war, an der Dresdner Hochschule für Musik Orchesterdirigieren studierte und seit 2012 den renommierten Windsbacher Knabenchor leitet, tritt das hohe Amt im über 800 Jahre alten Kreuzchor in nicht einfacher Zeit an.

Wegen massiven Personalausfällen durch Krankmeldungen, Quarantänen und vermutlich auch Kündigungen während der Corona-Pandemie sind verschiedene Dresdner Pflege- und Seniorenheime offensichtlich in großer Not,  können die Versorgung der Bewohner nicht mehr in gewohnter Art sicherstellen. In ihrer Verzweiflung rief die Stadtverwaltung am 4. Januar 2022 dazu auf, dass sich Ehrenamtliche zum Einsatz in Küche, Hauswirtschaft, Betreuung und Pflege melden sollen. Ob sie völlig gratis in diesen Berufen arbeiten sollen, wurde nicht mitgeteilt.

Mit der 42-jährigen Kathi Loch erhalten ab sofort zwei Sammlungen der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) eine Chefin. Kathi Loch wird Direktorin des Museums für Sächsische Volkskunst im Jägerhof (Dresdner Neustadt) und der Puppentheatersammlung. Seit 2019 arbeitete sie bereits als Projektleiterin für die Puppentheatersammlung, die ab 2023 ins "Kraftwerk Mitte" ziehen soll.  

Der Regisseur, ehemalige Künstlerische Betriebsdirektor und Intendant der Sächsischen Staatsoper, Johannes Matz, ist am Neujahrstag 2022 kurz vor seinem 93. Geburtstag verstorben. Der 1923 in Magdeburg geborene Künstler kam 1964 als Schauspiel-Regisseur nach Dresden und war dem Haus bis zum Jahre 2000 in diversen Funktionen künstlerisch und in herausragenden Leitungsfunktionen verbunden.   

Man kennt die 25-zackigen Weihnachtssterne und die eifrigen Missionare der Brüdergemeine (weltweit etwa 1,2 Mio. "Herrnhuter", eine in 40 Ländern auf fünf Kontinenten wirkende evangelische Kirche) aus dieser sächsischen Kleinstadt. Im Jahr 2022 feiern die knapp 5800 Bürger der Oberlausitz-Stadt Herrnhut das 300-jährige Jubiläum. Am 17. Juni 1722 hatten mährische Glaubensflüchtlinge auf dem Landsitz des noblen Grafen Zinzendorf mit dem Bau ihres ersten Hauses beginnen dürfen.   

Das erste Kind, welches im Jahr 2022 in Sachsens Landeshauptstadt Dresden geboren wurde, war Vivi. Sie wurde 1.35 Uhr im Dresdner Uniklinikum geboren. 2.34 Uhr folgte Mara. Das Mädchen der unverheirateten Eltern Kathleen Berger und Dominic Haufe aus Bannewitz kam im St. Joseph-Stift Dresden zur Welt. Mara ist bereits ihr zweites Kind.

Im Kuchenland Sachsen, wo der berühmte Dresdner Christstollen herkommt, ist die Handwerker-Welt schon lange nicht mehr in Ordnung. Auch die Bäcker, Vertreter einer der ältesten Zünfte Deutschlands, bangen um ihren Fortbestand. Als ihnen vor 25 Jahren das neue Ladenschlussgesetz den Sonntagsverkauf erlaubte, hatten sie noch große Hoffnungen. Doch die Entwicklung sieht dramatisch aus. Konnte Sachsens Landesinnungsverband Saxonia im Jahre 1991 noch 1200 Mitglieder zählen, sind es heute gerade 640. Dem Käufer fällt es noch nicht besonders auf. Denn die Zahl der Filialen großer Unternehmen der Branche steigt, kompensiert für den Endverbraucher das Sterben kleiner und mittlerer Betriebe. Allerdings nehmen Frische, Geschmacksvielfalt und Individualität ab, gehen viele der seit Generationen gehüteten Familienrezepte unwiederbringlich verloren.

Allen Freunden der Dresdner Frauenkirche wünschen wir ein gesegnetes, gesundes, friedvolles, glückliches und erfolgreiches Jahr 2022. Dieses Jahresendfest, welches seit Jahrhunderten mit dem heiligen Papst Silvester I. (285 - 335 nach Christi) verknüpft ist,  wurde bereits im Römischen Reich gefeiert.  Nachweislich seit dem Beginn des Jahres 153 vor Christi! Die feurigen Traditionen gehen auf die Germanen zurück. Der vorchristlich-animistische Glauben vertrieb damit böse Geister.

Nach 31 Dienstjahren am gleichen Dresdner Haus verabschiedet sich der Direktor des 1912 eröffneten Deutschen Hygiene-Museums, der 65-jährige Klaus Vogel, in den wohlverdienten Ruhestand. Der 1991 aus Stuttgart zur Arbeit in die Landeshauptstadt gekommene und in Radebeul lebende Vogel begann hier 1991 als Vizedirektor, übernahm 1996 die komplette Leitung des Hauses mit der 70.000 Objekte (z. B. die "Gläsernen Frau") umfassenden Sammlung. Manche Dresdner nehmen ihm übel, dass er den Schriftzug "Deutsches Hygiene-Museum" über dem Portal entfernen ließ. Zu DDR-Zeiten 300 Mitarbeiter zählend, stellte Vogel mit zehn Prozent des Personals und freien Projekt-Beschäftigten viel beachtete Sonderausstellungen auf die Beine.     

Der "Dresdner Winterzauber" - eine Veranstaltung mit Vergnügungsbuden rund um eine Eisbahn auf dem Altmarkt im Schatten der Kreuzkirche - vom 21. Januar bis 6. März wird komplett abgesagt. Die Entwicklung der Corona-Pandemie, so die Stadt, erlaube solch Geschehen im Zentrum von Elbflorenz nicht.