Lang ist es her, dass die Sächsische Dampfschifffahrt Riesa in ihren Linienverkehr einbezog. Doch wenigstens vom 5. Juni bis 8. Juni 2026 dürfen die Bürger Riesas Dampfmaschinengeräusche hören. Am 5. Juni, 12.30 Uhr, fährt vermutlich der am 16. Mai 1886 in Betrieb genommene Dampfer "Pillnitz" vom Dresdner Terrassenufer in die elbabwärts gelegene Stadt. Die "Pillnitz" feiert in diesem Jahr ihr 140. Jubiläum. In Riesa sind Lunch-, Frühschoppen- und Rundfahrten geplant. Am Montag, dem 8. Juni, 10.30 Uhr, tritt der altehrwürdige Elbdampfer seine Rückreise in die Landeshauptstadt an.    

Der über 900 Jahre alte Weinbau in Sachsen - erste Rebstöcke brachten spätestens Zisterzienser-Mönche mit der Christianisierung ins Land - steht heute vor großen Herausforderungen. Vor allem sterben die Hobbywinzer, welche die sehr kostenaufwändigen Steillagen mit ihren immer wieder zusammenbrechenden Steinmauern und nur durch Handarbeit zu pflegenden Weinpflanzen in der Freizeit bewirtschaften und zudem gegen bürokratische Monster der EU kämpfen müssen, langsam aus. Zählte man im Jahr 2007 noch 3652 dieser Winzer mit ihren Rebhängen, sind es heute lediglich 1145 Männer und Frauen.  

Wer ab Montag, dem 23. Feruar 2026, von Loschwitz nach Oberloschwitz gelangen will, muss sich über Alternativen Gedanken machen. Die Schwebebahn, welche seit 1914 Personen (früher auch Güter) befördert, stellt bis 13. März 2026 den Betrieb für die Frühjahrsrevision ein.  Dabei werden u. a. die 33 Stahlstützen überprüft, das 410 Meter lange und 38 mm starke Zugsein - es verbindet beide Bahnen - um 30 Zentimeter gekürzt und an den Enden neu vergossen

Polizei vor der weltberühmten Porzellansammlung im Dresdner Zwinger, verstärkte Wachleute-Präsenz in dem Museum und wertvolle Stücke seit geraumer Zeit in einen Hochsicherheitstresor evakuiert. Offensichtlich planten Kriminelle aus Asien den Raub verschiedener Unikate, zu denen die Ru-Schale aus der chinesischen Song-Dynastie (960 - 1127) gehört. Von diesen Keramiken, die Versteigerungserlöse um die 38 Millionen Dollar erzielen, sind weltweit nur wenige Hundert bekannt. Trotz Mafia-Alarms ist der Besucherverkehr weiterhin möglich, garantieren die verantwortlichen Staatlichen Kunstsammlungen die körperliche Unversehrtheit aller Ticketkäufer.

Die renommierte Staatliche Porzellanmanufaktur Meissen, ein im 100-prozentigen Besitz Sachsens befindliches Unternehmen, kämpft mit einem lahmenden Auslandsgeschäft. Obwohl rund 200.000 Besucher jedes Jahr der bereits 1710 gegründeten Firma einen Besuch abstatten, musste für das Jahr 2024 wieder ein Verlust von 3,163 Millionen Euro bilanziert und durch den Freistaat ausgeglichen werden. Als Gründe gibt die Traditionsfirma das zusammengebrochene Russlandgeschäft, die durch Yen-Abwertung entstandene Verteuerung ihrer Produkte in Japan, eine Kaufzurückhaltung in China und Taiwan sowie die Zölle der USA an.

In seiner Exilresidenz auf Schloss Sibyllenort bei Breslau verstarb am Abend des 18. Februar 1932 nach linksseitigem Schlaganfall Sachsens letzter König Friedrich August III. Als der Leichnam des Monarchen, welcher 1918 nur für seine Person dem Sachsen-Thron entsagt hatte, am 22. Fenruar 1932 gegen 10 Uhr im Dresdner Hauptbahnhof eintraf, säumten Hunderttausende die Straßen. Unter den etwa 500.000 Trauernden, die dem beliebten Herrscher die Ehre erwiesen, gab es viele Quetschungen, Ohnmachtsanfälle und sogar zwei Tote. Die von der Sächsischen Staatskapelle untermalte Totenmesse am Folgetag sowie Beisetzung fanden in der Katholischen Hofkirche statt, wo Friedrich August III. seitdem in der Neuen Gruft ruht. Das beste Nachschlagewerk, welches alle sächsischen Herrscher und die Familie bis in heutige Tage vorstellt ist, ist das in 6. Auflage vorliegende, reich illustrierte, Taschenlexikon "Die Wettiner. Sachsens Könige, Herzöge, Kurfürsten und Markgrafen".     

Das für Staatsbauten im Freistaat verantwortliche Sächsische Immobilien- und Baumanagement investiert bis Ende 2027 sieben Millionen Euro in die Sanierung und Modernisierung von Anlagen der Festung Königstein. Unter anderem wird die 1589 erbaute und damit älteste Kaserne Deutschlands aufgemöbelt. Europas größte Felsenfestung lockt in diesem Jahr wieder mit zahlreichen Veranstaltungen für die ganze Familie. Doch auch jetzt im Winter hat der Blick auf die verschneite Felsenwelt der Sächsischen Schweiz vom Festungsrundgang über den hohen Mauern oder der Besuch der Festungs-Museen einen ganz besonderen Charme.

Altenberg-Zinnwald, das Wintersportparadies der Dresdner, lockt mit 15 cm Schnee und gespurten Loipen. Auf dem weitverzweigten Netz von ca. 80 Kilometeren gibt es gemütliche und anspruchsvolle Strecken im gegenwärtigen Harschschnee. Da Altenberg in einer Waldschneise liegt, ist es relativ schneesicher. Liftbetrieb besteht z. B. am Raupennesthang (Bergstation 830 Meter über NN).

Zum heutigen Faschingssonntag, dem 15. Februar 2026, startet nach 14 Uhr in der Geburtsstadt des Millieu-Malers Heinrich Zille (1858 - 1929) der große Radeburger Faschingsumzug. Mit 2500 Narren in 83 Bildern soll es nahe Dresden der größte närrische Umzug im Freistaat Sachsen sein. Nach dem Rückzug des Mitteldeutschen Rundfunks überträgt der Karnevalsverein das Ereignis nun selbst via Livestream z. B. auf Smartphones. Fasching steht direkt im Zusammenhang mit der Fastenzeit der Christen vor Ostern. Er endet am Faschingsdienstag. Am nächsten Tag beginnt mit dem Aschermittwoch die 40-tägige Fastenzeit, welche alle Rechtgläubigen auf Ostern - das wichtigste Fest im Christentum - vorbereitet. Deshalb darf vorher noch einmal ausgelassen gefeiert und geschlemmt werden - z. B. mit Fleisch und Pfannkuchen.

Am heutigen 14. Februar 2026, dem "Valentinstag", gedenkt die Christenheit eines Märtyrers, der vermutlich als Priester oder Bischof im 3. Jahrhundert nach Christi in Rom lebte. Von ihm ist überliefert, dass er trotz eines Verbots durch Kaiser Claudius II. Gothicus Liebespaare christlich getraut haben und ihnen Blumen aus seinem Garten geschenkt haben soll. Wegen seines Glaubens wurde dieser wackere Gottesmann um 269 n. Chr. hingerichtet. Der "Valentinstag" steht deshalb für die Opferbereitschaft aus christlichem Glauben sowie die Verbindung von Liebe und christlichem Glauben.

 

Es ist Tradition, dass sich seit 1946 an jedem 13. Februar, ab 21.50 Uhr, die Glocken aller Dresdner Kirchen zu einem machtvollen Klagelied vereinen. Der Glockenschall erinnert an die grausame Bombardierung einer der schönsten Barockstädte Europas und wirkt der Relativierung dieses Infernos entgegen. Am 13. Februar 1945, 22.13 Uhr, brach über Dresden - hier leben 600.000 Einwohner und eine halbe Million Flüchtlinge - die Hölle, der wohl fatalste Luftangriff des Zweiten Weltkrieges herein. Der britische Air Chief Marshal Sir Arthur Harris schickte 772 Flugzeuge in zwei Wellen über die Stadt. Zuerst rissen 1478 Tonnen Sprengbomben Schneisen ins Häusermeer, später regnete es 1182 Tonnen Brandbomben und Luftminen. Mitten in das Inferno luden am nächsten Mittag 311 US-Bomber 771 Tonnen Bomben ab. 24 Stunden später bombardierten Flugzeuge nochmals mit 463 Tonnen Sprengbomben Elbflorenz, das längst im Feuerorkan untergegangen war, wobei mindestens 25.000 Menschen - vom Säugling bis zum Greis - lebendig verbrannten, von Trümmern erschlagen wurden, an geplatzen Lungen starben.

Auch wenn die Ruinen verschwunden sind und jene nach 1945 entstandenen Freiflächen schrittweise überbaut werden. Die Erinnerung an die dunkelsten Tage von Dresden hat sich unauslöschbar ins Gedächtnis der Elbestadt gegraben. In den englisch-amerikanischen Bombardierungswellen des Infernos vom 13./14. Februar 1945 ging mit Elbflorenz eine der schönsten Barockstädte Europas unter, verloren mindestens 25.000 Menschen ihr Leben. Dem grausamen Geschehen widmen sich alljährlich zahlreiche Aktivitäten und Veranstaltungen. Das entsetzliche Leid, welches über Dresdner Familien und jene kam, die als Flüchtlinge und Gäste damals in der Stadt weilten, war unermesslich. Im stillen Gedenken an die Toten und in Gebeten verharren die Nachgeborenen, zünden Kerzen der Erinnerung an und hoffen, dass der wiederstandenen Stadt solch katastrophales Schicksal künftig erspart bleiben möge.

Der Laie staunt, der Experte wundert sich. Nach 24 Monaten Planungszeit für öffentliche Toiletten in der Landeshauptstadt Dresden, will die Kommune nun die ersten beiden neuen WC-Container am Albertplatz bzw. der Kreuzung Ritterstraße und Hauptstraße aufbauen lassen. Bis Ende 2027 sollen alle geplante Anlagen installiert sein. Das Projekt kostet zwei Millionen Euro.  

Das Dresdner Denkmal für den großen Schriftsteller Fjodor Michailowitsch Dostojewski vom Bildhauer Alexander Rukawischnikow, welches bis zur Demontage am Ostra-Ufer zwischen Sächsischem Landtag und Internationalem Congress Center stand, soll bis März 2031 einen Interimsplatz neben der Russisch-Orthodoxen Kirche erhalten. Der Staatsbetrieb Immobilien- und Baumanagement will mit dem Aufbau des gegenwärtig bei Steinmetzmeister Paul Hempel lagernden Denkmals im April beginnen. Dostojewski lebte von 1869 bis 1871 in der Elbestadt, wo seine wichtigsten Werke wie "Der Idiot", "Die Dämonen" und "Der ewige Gatte" entstanden, er bespielsweise auch häufiger Gast der Gemäldegalerie war.   

Zugreisende, die nach Dresden möchten bzw. von Elbflorenz aus Tharandt, Freiberg oder Chemnitz erreichen wollen, haben es ab heute sehr schwer. Am Hauptbahnhof Dresden gelten ab sofort erhebliche Fahrplanänderungen sowie Zugausfälle und Ersatzverkehr. Verursacher ist eine Großbaustelle. Bis November starten mehrere Linien an anderen Haltepunkten. Ersatzbusse sollen den Pendelverkehr zu diesen veränderten Haltepunkten sicherstellen.