Beim traditionsreichen 33. Dresdner Filmfest wurden insgesamt 368 Filme aus 64 Ländern präsentiert und am Wochenende neun Goldene Reiter sowie sieben Sonderpreise im Wert von 70.500 Euro vergeben. 20.000 Euro erhielt die deutsche Produktion „Doom Cruise“ von der 1990 geborenen Hannah Stragholz und dem 1985 geborenen Simon Steinhorst.

Auch im Freistaat Sachsen sind einzelne Gemeinden von Hochwasser betroffen. Z. B. in Bad Schandau in der Sächsischen Schweiz und Neustadt traten Bäche und Flüsse über die Ufer, sorgten für Überschwemmungen. Die Elbe führt beachtliches Hochwasser, Warnungen auch für Spree und Neiße. Es wurden Starkregen-Niederschläge von 30 Liter pro Quadratmeter registriert. Möglich sind bis zu 60 Liter je Quadratmeter. Passen Sie auf sich auf!

Sachsens Christen beten ohne Unterlass für die von der dieser Tage durch die Flutkatastrophe im Westen betroffenen Familien. Für alle Menschen, die Hab und Gut verloren, deren Familienangehörige und Freunde in gurgelnden Strudeln starben. Denn gerade im Dresdner Elbtal und im Osterzgebirge erinnert man sich noch ganz genau an den Albtraumsommer 2002. Da braute Tief Ilse in der Nacht zum 12. August ein höllisches Unwetter zusammen, öffnete der Himmel alle Schleusen. Am frühen Abend brach dann im Osterzgebirge und Teilen der Sächsischen Schweiz die für Deutschland beispiellose Naturkatastrophe los. 312 Liter Regen pro Quadratmeter innerhalb von 24 Stunden stürzten am Erzgebirgskamm bei Zinnwald vom Himmel. Bäche und namenlose Rinnsale schwollen unter den gigantischen Regenfällen zu reißenden, todbringenden Flüssen an. Über Wochen hielt die Flut Millionen Menschen in Atem. Zehntausende flüchteten, wurden evakuiert. Tausenden raubte sie die Wohnung, das Haus, die Existenz. Die Milliardenschäden - ihre Narben verheilten. Doch die Erinnerung an die deutsche Sintflut des Jahres 2002, an die oft machtlose Menschheit im Angesicht der Urgewalten, wird wohl über Generationen lebendig bleiben.

Die beiden großen christlichen Kirchen im Freistaat müssen erneut Mitgliederrückgänge verkraften. In der evangelischen Landeskirche sank die Zahl der Gläubigen von 663.525 auf 647.238 und damit um rund 16.000. Im katholischen Bistum Dresden-Meißen ging die Zahl der Kirchensteuerzahler noch einmal um knapp 1100 zurück - von 140.363 auf 139.269. Diese bedauerlichen Entwicklungen werden wohl nicht ohne Auswirkungen bleiben, in der Zukunft zur Aufgabe von Gotteshäusern und weiteren Zusammenlegungen von Pfarreien führen.

Ein Gala-Event der Superlative steht bevor! Der 2. Dresdner Opernball in Sankt Petersburg wird am 4. September 2021 im weltbekannten Großen Katharinenpalast stattfinden. Der vom Dresdner SemperOpernball bekannte Ball-Impresario Prof. Hans-Joachim Frey (geb. 1965) verwandelt die ehemalige Zarenresidenz mit ihrer imposanten Schlossanlage und den prunkvollen goldenen Sälen in ein Märchenschloss, das die Tradition der großen russischen und sächsischen Hofbälle fortsetzt. Die erlesenen deutschen und russischen Gäste erwartet ein Brillantfeuerwerk internationaler Klassik-Stars.

Sachsen und ihre Gäste bekommen die weitestgehenden Corona-Erleichterungen in Deutschland. Bei einer Inzidenz unter 10 – wie derzeit in allen Landkreisen und Großstädten – wird die Maskenpflicht in Supermärkten und anderen Geschäften ab Freitag, den 16. Juli 2021 aufgehoben. In Bus und Bahn muss aber weiterhin eine Maske getragen werden, genauso wie bei körpernahen Dienstleistungen, etwa beim Friseur oder der Kosmetikerin.

Die Erfindung des europäischen Hartporzellans und die Gründung der ersten Porzellanmanufaktur Europas im Jahre 1710 durch Sachsen Kurfürst und Polens König war ein gewaltiger innovativer Schritt, der bis heute Früchte trägt und Millionen begeistert. Die Staatliche Porzellanmanufaktur Meissen, die Meissen Porzellan-Stiftung, die Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten sowie die Stadt Meißen bewerben sich deshalb für "Die Stätten des Meissener Porzellans" um den Welterbe-Titel. Empfehlenswert ist das Buch "Kleines ABC des Meissener Porzellans", das in vierter deutscher und zweiter englischer Auflage vorliegt.   

Radebeul, die Stadt von Abenteuerschriftsteller Karl May (1842 - 1912), wird heute zum Wild-West-Eldorado! An fünf Standorten der Stadt - erstmals nicht nur im Lößnitzgrund - können sich Besucher in die Welten des Maysters träumen. Stunts gibts in der Wahnsdorfer Prärie, der Santa-Fe-Express hält am Kultur-Bahnhof, im Karl-May-Hain steht das Orientzelt, im Karl-May-Museum geht es u. a. um die ostdeutsche Indianistikszene und im Lößnitz-River (Lößnitzgrund) kann man Gold waschen.

Der liebe Gott lässt heute die Sonne scheinen! Denn unsere berühmte Weiße Flotte - die älteste und größte Raddampferflotte der Welt - startet  gegen 10 Uhr vom Terrassenufer zur großen Parade. Vor genau 185 Jahren erteilte Sachsens König am 8. Juli 1836 das Privileg zum Betreiben der Dampfschifffahrt. Gleich sieben historische Dampfer fahren heute stromaufwärts zur Sommerresidenz Pillnitz des vormals regierenden sächsischen Königshauses. Die uralte Dynastie der Wettiner regierte, bis revolutionäre Umtriebe den letzten Sachsen-König 1918 für seine Person zum Thronverzicht zwangen, im sächsisch-thüringischen Lande genau 829 Jahre lang.

Mit einem bewegenden Gottesdienst in der ev.-luth. Kirche auf dem Dresdner Weißen Hirsch nahmen Familie, Freunde und Weggefährten - darunter seine 88-jährige Witwe Dr. med. Ursula Reinhold, Tochter und Sohn - am gestrigen 8. Juli 2021 Abschied vom ehemaligen Kreuzschüler und berühmten sächsischen Volksarzt OMR Professor Dr. sc. med. Dieter Reinhold. Von 1978 bis 1997 war der am 14. Juli 1932 geborene Kardiologe Ärztlicher Direktor des Kliniksanatoriums Bad Gottleuba. Zehntausenden Kranken konnte dieser edle Mensch, der die letzten Jahrzehnte selbst an einer unheilbaren Krankheit litt, im Verlauf seines schaffensreichen Lebens helfen. Am 23. Januar 2021 verstorben, fand er die letzte Ruhe auf dem Waldfriedhof Weißer Hirsch in der aus rotem Granit errichteten denkmalgeschützten ehemaligen Gruftanlage des Dresdner Schokoladenfabrikanten Richard Selbmann, welche Familie Reinhold als neue Familiengrablege übernommen hat.    

"Bellum et Artes" ist der Name der großen Sonderschau mit 150 sächsischen Exponaten und internationalen Leihgaben, die heute in der Fürstengalerie des Dresdner Residenzschlosses öffnet. Die Gräueltaten, die Geschichte und die Auswirkungen des Dreißigjährigen Krieges werden hier wie in einem Brennglas hervorragend durch Kunstwerke und seltenes Originalkriegsgerät - darunter Handgranaten und Pechkränze - demonstriert. Bis zum 4. Oktober empfängt die Ausstellung täglich außer dienstags von 10 bis 17 Uhr Besucher.

Zum ersten Mal seit den drastischen Auftrittsbeschränkungen durch die Corona-Pandemie singt der über 800 Jahre alte Dresdner Kreuzchor am Samstag, den 10. Juli 2021, wieder bei einer Vesper. In diesem Rahmen wird auch das mit 5000 Euro dotierte Mauersberger-Stipendium an den Ersten Chorpräfekt Samuel Maschke verliehen. Dieser besonders begabte Kruzianer steht in einer Tradition mt vielen Ersten Chorpräfekten der letzten Jahre. Auch dem heutigen 29-jährigen Ersten Kapellmeister der Oper Bonn und des Bonner Beethovenchores sowie Preisträger internationaler Dirigier-Wettbewerbe Hermes Helfricht, wurde beim Ausscheiden aus dem weltberühmten ev.-luth. Knabenchor das Mauersberger-Stipendium verliehen.

Am Samstag, den 10. Juli 2021, starten 10 Uhr ab Dresdner Terrassenufer sieben Raddampfer der Weißen Flotte zur großen Jubiläumsparade Richtung Pillnitz. Die 3,5-stündige Fahrt (Ticket kostet 40 Euro) wird aus Anlass des 185 Jahre alten Königlichen Privilegs vom 8. Juli 1836 veranstaltet, das die Dampfschifffahrt auf der Oberelbe erstmals genehmigte. Bei der großen Jubiläumsparade sind folgende Dampfer unserer berühmten Weißen Flotte im Einsatz: "Dresden", "Meissen", "Diesbar", "Pirna", "Leipzig", "Stadt Wehlen", "Pillnitz".

Inmitten der Weinberge der Lößnitz steht ein Schlösschen, die Hoflößnitz. Einst feierten her Sachsens Herzöge, Kurfürsten und Könige Feste. Jetzt lädt der Winzersaal des Pressenhauses bis Ende Oktober zu sechs Konzerten - von Bach bis Tango - ein. Am 25. Juli gastiert z. B. das Streichtrio Jörg Faßmann (Violine), Sebastian Herberg (Viola) und Michael Pfaender (Violoncello) mit Werken von Dohnányi und Beethoven. „Festliche Blechbläserklänge“ bietet am 22. August das Brass Quintet mit Sebastian Böhner, Frank Hebenstreit, Thomas Holz, Hilmar Beier und Peter Conrad. „Neues von Robin Hood“ bringt am 5. September The Early Folk Band mit Gesine Bänfer (Hackbrett, Cister, Gesang), Susanne Ansorg (Fidel, Gesang), Ian Harrison (Dudelsack, Harfe, Gesang) und Steve Player (Komödiant, Gitarre, Tanz, Gesang) auf die Bühne.